Sebastian

Reggaehase Boooo live im Frühjahr/Sommer 2014

Unser kleiner Reggaehase Boooo geht in den nächsten Monaten ordentlich auf Tour:

So. 13.04.2014 Leipzig, Werk 2, Boooo II, mit Band, 16:00
So. 20.04.2014 Leipzig, NSL, Boooo I, 16:30
Sa. 10.05.2014 Bayreuth, Glashaus, Boooo I, mit Band, 11:00
So. 11.05.2014 Marburg, KfZ, Boooo I, mit Band, 15:00
Sa. 24.05.2014 Bischofswerda, Lächle Biber Festival, Boooo I
So. 25.05.2014 Dresden, St.-Pauli-Ruine, Boooo I, mit Band,16:30
So. 01.06.2014 Dresden, St.-Pauli-Ruine, Boooo II, m. Band,16:30
So. 06.07.2014 Dresden, Scheune, Trollwiese, Boooo II
Sa. 12.07.2014 Bodensee, Rock im Vogelwald, 15:00
So. 13.07.2014 Leipzig, Hörspielsommer, Boooo II, mit Band
Sa. 19.07.2014 Saalfeld, Clubhaus, Boooo I, mit Band, 15:00
So. 20.07.2014 Nordstemmen, Weedbeat, BooooII, m.Band 15:00
Sa. 02.08.2014 Bersenbrück, Reggaejam, Boooo II, mit Band
So. 03.08.2014 Jena, Kulturarena, Boooo I, mit Band, 11:00
So. 31.08.2014 Hamburg, Sozio Zentrum, Boooo I
Sa. 13.09.2014 Leipzig, Zoo, Boooo I+II, mit Band

reggaehase boooo live

 

Hier und hier findet ihr Infos zu seinen Büchern bei uns.

»Satire darf alles – außer kommerziellen Erfolg parodieren«. Zum Urteil im »Wanderhurenstreit«

Das oben stehende Zitat habe ich diesem Beitrag auf Bayern 2 entnommen, es bringt auf den Punkt, was das Urteil des LG Düsseldorf zum »Wanderhurenstreit« bedeutet.

Wir haben in den letzten Tagen die Entscheidung verdaut und das Urteil analysiert, es läuft darauf hinaus, dass das Gericht alle zentralen Argumente von Droemer Knaur übernommen hat. Hier unsere Kommentare zu den entscheidenden Abschnitten aus der Urteilsbegründung:

1) »Es erscheint nicht fernliegend, dass der Verkehr [hier sind normal informierte Menschen gemeint, Anm. SW), der sich nicht mit dem Inhalt des Werks beschäftigt hat, den Titel wörtlich nimmt und tatsächlich davon ausgeht, er diene der Kennzeichnung eines Werks, welches sich auf der Grundlage der bei Droemer verlegten Romane mit der Beschreibung von Wanderwegen befasse, zumal die Titelfigur als ›Wanderhure‹ umherzieht.«

Das stimmt nicht. Punkt. Fernliegend ist vielmehr die Annahme des Gerichts.

2) Unser Titel wirke sich »durch die von ihm hergestellte Nähe störend« auf die Verbreitung der Titel der Wanderhuren-Reihe bei Droemer Knaur aus. Außerdem erstrecke sich die Kunstfreiheit nicht auf »die eigenmächtige Inanspruchnahme oder Beeinträchtigung fremden Eigentums«.

Satire darf aber stören und beeinträchtigen, sie muss es sogar, sonst ist sie keine oder bestenfalls sehr langweilige Satire. Wir sagen ja nicht, die Eigentumsrechte von Droemer Knaur seien egal, wir finden nur, dass beide Grundrechte abgewogen und in einen angemessenen Einklang gebracht werden müssen. Wenn man denn überhaupt vertritt, dass das Eigentumsrecht von Droemer Knaur durch uns beeinträchtigt wird, dann ist diese Beeinträchtigung jedenfalls so marginal, dass sie aufgrund der Bedeutung des Grundrechts der Satire/Kunst hinzunehmen ist.

Und dies noch zum Argument, unser Titel störe die Verbreitung der Wanderhurentitel (d.h. zum Beispiel Leser kauften in der Annahme, ein Buch aus der Wanderhuren-Reihe zu erwerben): Vor dem Presserummel um das juristische Vorgehen von Droemer Knaur gab es keinerlei Indizien dafür, weder waren unsere Verkaufszahlen höher als bei Julius Fischers erstem Erzählband noch lieferte Amazon via »Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch«-Darstellung Hinweise darauf, dass Leute unser Buch mit einem der Wanderhuren-Reihe kauften. Der Leser ist nämlich nicht so dämlich, ein »falsches« Buch zu kaufen.

3) Das Gericht befindet schließlich, »die Freiheit der Kunst [habe] hinter das durch das Eigentumsgrundrecht und einfachgesetzlich durch §§5,15 MarkenG geschützte Recht der Antragstellerin an ihren Werktiteln [zurückzutreten]«.

Das heißt: Das Eigentumsrecht von Droemer Knaur ist höher zu bewerten als das Recht auf Kunstfreiheit, in unserem Fall: Satire.

Der weitgehende Titelschutz für die »Wanderhuren«-Romane von Droemer Knaur entsteht also nach Auffassung des Gerichts durch die enorme Bekanntheit der Bestseller-Reihe. Und damit sind wir wieder bei »Satire darf alles – außer kommerziellen Erfolg parodieren«.

Übrigens: der Begriff »Wanderhure« ist keine Erfindung von Iny Lorentz, wie dieser Titel des italienischen Autors Pietro Aretino beweist.

Dieser Rechtsstreit macht uns keine Freude, trotz all der Presse und Aufmerksamkeit. Wie schon mal bei Facebook gesagt: Wir würden lieber in Ruhe arbeiten. Worüber wir uns aber freuen: die vielen freundlichen Aufmunterungen, Durchhaltewünsche – sogar Spenden und Solipartys werden uns angeboten. Vielen Dank dafür!

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Rückblick Leipziger Buchmesse 2014

Donnerstag, 13.3.2014

Tag 1 der Buchmesse beginnt kurz vor zehn mit einem Kaffee am Stand …

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… und dann ging es auch gleich richtig los: ein MDR-Fernsehteam kam kurz nach Messebeginn für ein Interview zu uns an den Stand, danach trafen wir erstmals Andrej Nikolaidis, den Autor von »Die Ankunft «, persönlich zu einem Gespräch, eine große Freude. Schön, ihn im Verlag zu haben. Dass er meinte, unsere Buchausgabe sei die schönste für ihn bisher, war dann noch das i-Tüpfelchen für uns.

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Ich besuchte gegen Mittag seine Lesung beim Forum Südosteuropa, Leif und Tomke hingegen eine Veranstaltung zu EU-Fördermöglichkeiten für Übersetzungen (trocken, aber durchaus wichtig).

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Gegen Mittag sollte das Ergebnis der Verhandlung im »Wanderhurenstreit« verkündet werden. Das Düsseldorfer Gericht verschob seine Entscheidung aber um zwei Wochen bis Wochen bis zum 27.3. (Übrigens erhielten wir zahlreiche Solidaritätsbekundungen während der Messe. An dieser Stelle herzlichen Dank für die Unterstützung!)

Nachmittags lasen Ahne und Spider aus ihren Neuerscheinungen »Zwiegespräche mit Gott – das vierte Buch« bzw. »Die letzte WG von Prenzlauer Berg « auf der Leseinsel.

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Um 17 Uhr gab es dann auch einen Preis für einen VQ-Autor: Volker Strübing erhielt den Preis für den »Ungewöhnlichsten Buchtitel 2013« für »Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals«.

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Währenddessen las unser Schweizer Autor Michael Stauffer auf der Leseinsel aus seinem neuen Roman »Ansichten eines alten Kamels «.

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Anschließend tranken wir mit Ursula Bergenthal von btb unsere traditionelle Messelimo und dann gings auch schon in den Messestau bzw. in die Stadt zur Buchpremiere von Spider im Horns Erben. Von da weiter in die Moritzbastei, wo es bei der Langen Leipziger Lesenacht ein VQ-Triple geben sollte: Marlen Pelny, Ahne und Michael Stauffer.

Letzterer konnte leider wegen einer Erkrankung nicht lesen, weshalb kurzentschlossen  Thomas Meyer von Salis/Diogenes aus dem Buch des Schweizer Kollegen las (Dankeschön!).

Der Abend endete bei der berühmt-berüchtigten Tropen-Party (nein, keine Fotos!).

 

Freitag, 14.3.

Am Messefreitag erhöhten wir die Schlagzahl noch mal, Agenten, Taschenbuchlektoren, Journalisten, Kollegen von den Literaturhäusern in Köln, Berlin, Graz, Magdeburg, München usw., Termine im 30-Minutentakt. Wir stellten nicht nur das Frühjahrsprogramm, sondern auch schon das Programm für Herbst 2014 vor, eine Neuerung die sich bereits in Frankfurt letztes Jahr bewährt hatte (in der Pipeline haben wir Bücher von Viktor Martinowitsch, Kirsten Fuchs, Maik Martschinkowsky, Volker Surmann u.a.).

Um 12 war ich eingeladen, am Stand unserer Alma Mater HTWK mit den KollegInnen vom Phonus Verlag und Binooki über Verlagsgründung zu sprechen. Hat Spaß gemacht.

Nachmittags dann eines unserer Tageshighlights: das A-capella-Quintett Wortart Ensemble trat mit Nora Gomringer auf der Leseinsel auf und sangen Stücke von ihrer CD »Wie sag ich Wunder« …

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Und wieder gab es Preise, über die wir uns freuten. Zwei unserer Lieblingsverlage wurden mit den Kurt-Wolff-Preisen ausgezeichnet. Der Hauptpreis 2014 ging an den Verbrecher Verlag, der Förderpreis an den mairisch Verlag. Herzlichen Glückwunsch, liebe Kollegen! Man munkelt von einigen nach Messeschluss geleerten Fässern Wein …

Eine Veranstaltung hatten wir nachmittags abseits der Messe: Julius Fischer las aus seinem Skandalwerk »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« bei Hugendubel in der Innenstadt und hatte sein Publikum im Griff (hier ein Video , für das Foto danken wir Karen Arnold)

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Wenig später, wenige Kilometer Luftlinie entfernt: Michael Stauffer im stilvollen Ambiente der Deutschen Nationalbibliothek.

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Am Abend teilten wir uns auf, denn unsere AutorInnen lasen über die Stadt verteilt. Ich fuhr zur Lesung der unabhängigen Verlage in den wunderschönen Lindenfels Westflügel, um Lydias Dahers Lesung/Präsentation ihrer Lyrik-Collagen »Und auch nun gegenüber dem Ganzen – dies« anzuschauen …

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… und Tomke und Leif gingen ins Schauspielhaus, um Nora mit dem Wortart Ensemble und Michael Stauffer bei Read-O-Rama des Auftritts Schweiz zu sehen.

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Nach Mitternacht lasen dann noch Lydia in der Lyrikbuchhandlung und Ahne bei der Magazin-Lesenacht im Lindenfels. Und für uns endete der Tag einmal mehr mit Buchmessefeierei, und zwar bei der Party der jungen Verlage im Foyer des Schauspiels (wieder ohne Fotos, wir bitten um Verständnis).

Samstag, 15.3.

Wir freuten uns auf einen entspannten Tag: wenig Termine, Zeit für den Austausch mit den Kollegen und das Beschnuppern anderer Verlagsprogramme. Auf meiner Leseliste landeten also z.b.: »Aya« von Reprodukt, »Das Alphabet des Rabbi Löw« aus dem Verbrecher Verlag, der neue Lethem im Tropen Verlag, »Die Seltsamen« von Diogenes und einige andere.

Mit Jaroslav Rudiš sprachen wir am Nachmittag über neue Comicbuchideen, Künstler Jim Whiting und unsere Autorin in spe Anna Mateur (wenn ihr Buch dann mal irgendwann fertig wird) sorgten für Stimmung am Stand …

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… und ich traf Caterina von We read Indie, eine sehr nette neue Bekanntschaft. Abends hatten wir frei, d.h. keine eigenen Lesungen. Auch mal schön.

Sonntag, 16.3.

Wieder ein entspannter Tag … Eine herrliche Anekdote lieferte eine unserer Vertreterinnen, die von einem Buchhändler erzählte, der auf ihrem iPad bei der Buchvorstellung ganz klassisch mit dem angefeuchteten Zeigefinger »umblätterte«. Neue Technik trifft alte (Kultur-)Technik! Ungefähr so muss man sich das wohl vorstellen:

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Am Nachmittag sorgten wir für etwas Berliner Lesebühnenflair auf der Leseinsel mit Kirsten Fuchs, Ahne, Spider und Volker Strübing.

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Nach dem Abschlussgong der Messe (der für mich unverständlicherweise immer mit Applaus kommentiert wird), bauten meine Kollegen den Messestand ab und ich fuhr ins UT Connewitz, laut Volker einer der »schönsten Veranstaltungsorte der Welt«, wo die vier Berliner den traditionsreichen livelyriX-Lesebühnen-Messeabschluss bestritten.

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Alles in allem war es wieder eine sehr ereignisreiche Messe. Das könnte ich jedes Jahr schreiben, aber so ist es nun mal: viele Kontakte, viel Austausch, neue Ideen und Projekte. Was für uns sonst noch wichtig war: Wir hatten eine Vorabversion unserer Kurzgeschichten-App »A Story A Day« am Stand und stellten sie zahlreichen Besuchern und Kollegen vor. Das Feedback war erfreulich positiv, nun sind wir gespannt auf den Launch.

Danke auch an unser Messe-Team Tomke, Tino, Björn, Friederike, Werner und Verena!

Am 22.3. ist Indiebookday!

Am Sonnabend findet zum zweiten Mal der Indiebookday statt. Ihr könnt dann zeigen, dass euch Bücher von Indieverlagen wichtig sind: Geht am 22.03.2014 in einen Buchladen eurer Wahl und kauft euch ein Buch. Wichtig ist nur: Es sollte aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag stammen (Was Indie-Verlage sind, wird z.B. hier erklärt).

Danach postet ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog eurer Wahl mit »#Indiebookday«. Wenn ihr die Aktion gut findet, erzählt davon. Hier der Link zum Facebook-Event.

Der erste Indiebookday 2013 bekam in den deutschsprachigen Ländern große Aufmerksamkeit. 2014 wird der Indiebookday international.

Interessante Artikel zum Thema gibt es bei den Buchhändlern Ocelot und Lesen und lesen lassen.

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Buchmesse Leipzig 2014

Wir freuen uns sehr, nächste Woche ist es so weit: die Buchmesse Leipzig beginnt! Vom 13.3. bis 16.3. findet ihr uns in Halle 5, Stand D114/116 und unsere Autoren beim Lesefestival Leipzig liest. Wir stellen außerdem unsere Kurzgeschichten-App »A Story A Day« für iOS und Android vor, mehr dazu bald an dieser Stelle (oder bei uns am Messestand).

Hier erst einmal all unsere Veranstaltungen auf einen Blick.

* Andrej Nikolaidis, »Die Ankunft«

Donnerstag, der 13.3., 12.00 Uhr, Traduki-Südosteuropa-Forum: Halle 4, D507

* Michael Stauffer, »Ansichten eines alten Kamels«

Donnerstag, 13.3., 17.00 Uhr, Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
Donnerstag, 13.3. 00:00 Uhr, LLL / Moritzbastei
Freitag, 14.03. 18 Uhr, in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek
Freitag, 14.03. 21 Uhr, Read-O-Rama 2014, Schauspielhaus

* Wortart Ensemble trifft Nora Gomringer, »Wie sag ich Wunder«

Freitag 14.3., 15.30 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
Freitag 14.3., 21 Uhr, Schauspielhaus, Großer Saal

* Ahne, »Zwiegespräche mit Gott – Das vierte Buch«

Donnerstag, 13.3., 14.00 Uhr, Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
Donnerstag, 13.3., 23.00 Uhr, Moritzbastei, Lange Leipziger Lesenacht
Freitag, 14.3., 20.30 Uhr, Schaubühne Lindenfels, MAGAZIN-Lesenacht
Sonntag, 16.3., 20.00 Uhr, UT Connewitz

* Lydia Daher, »Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies«

Freitag, 14.3., 17.30 Uhr, Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
Freitag, 14.3., 21.30 Uhr, Lindenfels Westflügel, UV – Lesung der unabhängigen Verlage
Freitag, 14.3., 0.00 Uhr, Lyrikbuchhandlung

* Andreas »Spider« Krenzke, »Die letzte WG von Prenzlauer Berg«

Donnerstag, 13.3., 14.00 Uhr, Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
Donnerstag, 13.3., 19.00 Uhr, Horns Erben, Buchpremiere
Sonntag, 16.3., 20.00 Uhr, UT Connewitz

* Julius Fischer, »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure«

Freitag, 14.3., 15.30 Uhr, Hugendubel

* Marlen Pelny, »Wir müssen nur noch die Tiere erschlagen«

Donnerstag, 13.3., 20.00 Uhr, Lyrikbuchhandlung
Donnerstag, 13.3., 22.00 Uhr, Moritzbastei, Lange Leipziger Lesenacht

* Berliner Lesebühne spezial präsentiert vom livelyriX e.V.
Mit: Ahne, Kirsten Fuchs, Andreas „Spider“ Krenzke, Volker Strübing
Sonntag, 16.3., 20.00 Uhr, UT Connewitz

Außerdem findet am Freitag, den 14.3. ab 22 Uhr die »Party der jungen Verlage« im Schauspiel Leipzig statt. Es laden ein: asphalt & anders, AvivA, ClaraPark, EDIT, Folio, hochroth Verlag, Junge Verlagsmenschen, Jungle World, Lilienfeld Verlag, luxbooks, LOG.OS, mairisch, Mitteldeutscher Verlag, Onkel & Onkel, Open House Verlag, Reprodukt, Salis, Satyr Verlag, sobooks, Verbrecher Verlag, Verlagshaus J. Frank Berlin und Voland & Quist.

Ausstellung von Lydia Daher ab 13. März in Augsburg

Unsere Autorin Lydia Daher hat für ihr neues Buch Zeitungen und ihre Literaturkritiken auseinandergenommen und wieder zusammengefügt. Sie hat geschnitten, gerissen, gedichtet und geklebt fast 150 Literaturkritiken hat sie zu Poesie-Collagen verarbeitet. Das Ergebnis erscheint am 10. März bei uns unter dem Titel »Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies«.

Ab Donnerstag, den 13. März eröffnet im Kunstverein Augsburg ihre Ausstellung, die eine Auswahl der Cut-up-Arbeiten des Buches zeigt. Neben den Collagen gibt es ein exklusives Cross-over-Programm. Wie das genau aussieht, erfahrt ihr hier.

So viel sei schon an dieser Stelle verraten: Am Eröffnungsabend gibt Lydia Daher um 20 Uhr eine visuelle Lesung und spricht über ihre Arbeit an dem Cut-up-Projekt. Außerdem tritt sie am 28.3. als Feature der Klangkünstler Moritz Illner und Markus Christ auf, die in einer installativen Sound-Performance improvisieren und die Ergebnisse nach dem Loop-Prinzip direkt auf Vinyl pressen. Klingt schon in der Theorie sehr spannend!

Hier die Daten im Überblick:

13. bis 30. März 2014
Dienstag bis Sonntag, 11-17 Uhr,
und an den Veranstaltungsabenden
Kunstverein Augsburg
Holbeinhaus
Vorderer Lech 20, 86150 Augsburg

 

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Kloß und Spinne – Teil 25: Dings & Bums & Singlebörsen

Volker Strübings »Kloß und Spinne« sind zurück mit einer neuen Folge: Spinne hat sich bei einer Online-Partnerbörse angemeldet, Kloß beklagt die Marktwirtschaft der Liebe und Norbert erklärt und rettet die Welt.

Volkers Buch »Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals« ist übrigens für den Preis des »ungewöhnlichsten Buchtitel 2013« nominiert. Hier könnt ihr abstimmen!

„Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ – Verlag Droemer Knaur beantragt einstweilige Verfügung gegen uns

Unser Verlag befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit mit dem Verlag Droemer Knaur. Dieser hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung gestellt, uns den Vertrieb von Julius Fischers Buch »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« zu verbieten. Hier ein Auszug aus unserer Pressemitteilung, die wir heute verschickt haben. Drückt uns die Daumen!

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Dresden/Leipzig, 24.02.2014: Der Verlag Droemer Knaur verlangt vom Verlag Voland & Quist, das Buch „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ von Julius Fischer aus dem Verkehr zu ziehen wegen angeblicher Verletzung der Titelrechte an der Wanderhuren-Reihe von den Autoren Iny Lorentz.Voland & Quist sieht die offensichtliche ironische Verfremdung des Titels als durch die Kunstfreiheit gedeckt an. Die Verhandlung findet im März vor dem Landgericht Düsseldorf statt.

Die Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. GmbH & Co. KG hat gegen den Verlag Voland & Quist Greinus und Wolter GbR den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragt. Die Antragsschrift wurde uns am 10.02.2014 zugestellt.

Droemer Knaur fordert das Landgericht Düsseldorf darin auf, den weiteren Vertrieb unseres satirischen Kurzgeschichtenbands „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ (Autor: Julius Fischer) ab sofort zu untersagen, für jeden Fall der Zuwiderhandlung soll ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 EUR gegen uns festgesetzt werden.

Unser Titel „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ verletzt nach Auffassung des Verlags Droemer Knaur die Rechte an der bekannten Titelreihe „Die Wanderhure“, die zum Teil verfilmt worden ist.

Wir werden uns gegen diesen Antrag wehren, denn wir halten die offenkundig ironische Auswahl unseres Titels für zulässig. Der Buchtitel ist der titelgebenden Geschichte „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ entliehen, die die aggressive Vermarktung von Bestsellern aller Genres, dabei unter anderem auch die der historischen Romane des Wanderhuren-Autorenduos Iny Lorentz, persifliert. Es ist für alle Interessierten erkennbar, dass es sich um eine Parodie handelt, die von der grundgesetzlich garantierten Kunstfreiheit erlaubt ist.

Die mündliche Verhandlung findet am 13.03.2014 beim LG Düsseldorf statt.

Statement der Verlagsleiter Leif Greinus und Sebastian Wolter

„Wir freuen uns auf das Verfahren vor dem LG Düsseldorf und gehen davon aus, dass der Verlag Droemer Knaur mit seinem Untersagungsantrag keinen Erfolg haben wird. Natürlich war es weder unsere Intention noch die des Autors Julius Fischer, den Erfolg der Wanderhuren-Bücher auszunutzen.
Hart trifft uns der Vorwurf des Verlags Droemer Knaur, unser Autor Julius Fischer würde sich mit dem von ihm gewählten Buchtitel „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ „in höchstem Maße respektloser und ignoranter“ Weise über das „traurige Schicksal der Wanderhuren im Mittelalter“ lustig machen. Diesen Vorwurf weisen wir in aller Schärfe zurück.“

[…]

Über das Buch
„Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ ist am 01. September 2013 erschienen, es ist der zweite Kurzgeschichtenband von Julius Fischer und für den „Ungewöhnlichsten Buchtitel des Jahres 2013“ nominiert, der am 13.03.2014 (am Tag der Gerichtsverhandlung in Düsseldorf) auf der Leipziger Buchmesse vergeben wird. Weitere Informationen zum Titel: https://www.voland-quist.de/buch/?184/Die+sch%C3%B6nsten+Wanderwege+der+Wanderhure—Julius+Fischer.

Über den Autor Julius Fischer
Julius Fischer, 1984 in Gera geboren, lebt in Leipzig. Er hat an zahlreichen Poetry Slams im deutschsprachigen Raum teilgenommen und viele von ihnen gewonnen. Mit Christian Meyer tourt er als „The Fuck Hornisschen Orchestra“ durch den deutschsprachigen Raum. Außerdem ist Julius Fischer eine Hälfte des Slam-Duos „Team Totale Zerstörung“, Mitglied der Dresdner Lesebühnen Sax Royal und Mitbegründer der Leipziger Lesebühne Schkeuditzer Kreuz. Seit 2011 ist er festes Mitglied der Berliner Lesebühne Lesedüne.

Über Voland & Quist
Voland & Quist ist ein Independent-Verlag und veröffentlicht junge zeitgenössische Literatur. Im Oktober 2014 feiert der Verlag sein zehnjähriges Bestehen. Seit Gründung sind 90 Titel erschienen, die meisten als Buch mit CD oder DVD mit Lesungen der Autoren. Programmschwerpunkte sind Lesebühnenliteratur, Spoken-Word-Lyrik, Kinderbücher, Comedy sowie Romane und Erzählungen junger osteuropäischer Autoren. Verlegt werden z.B. Bücher von Ahne, Nora Gomringer, Kirsten Fuchs, Bas Böttcher, Jochen Schmidt, Edo Popovic, Jaroslav Rudis und Lydia Daher. 2007 erhielt der Verlag den Arras Preis, 2010 wurde er mit dem Kurt-Wolff-Förderpreis ausgezeichnet.

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Autoreninterview Julius Fischer

Julius Fischer veröffentlichte zuletzt den Kurzgeschichtenband »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« (kein historischer Roman im Übrigen) bei Voland & Quist. Um ihn euch ein wenig vorzustellen, baten wir Julius zum Autoreninterview. Die Fragen stellte Constantin Mauf.

Julius Fischer - Foto Oz Ordu

 

Mit welchem deiner Namensvettern würdest du am liebsten verwechselt werden: dem Bergbaukundler, dem Geistlichen oder einem der beiden SPÖ-Politiker?

Mit dem Geistlichen.

Das Kabarett gilt ja eher als angestaubtes Genre. Fühlst du dich mit dem label »Kabarettist«, das dir Wikipedia aufprägt, wohl?

Das mit der Etikettierung von Kunst zur besseren Einordnung halte ich prinzipiell für schwierig. Auch bei Wikipedia. Eigentlich lese ich Texte vor, manchmal satirisch, manchmal politisch, manchmal subjetiv-emotional. Insofern könnte man sagen, ein Teil meines »Oevres« sei kabarettistisch. Aber festlegen würde ich mich da nicht.

Du bist ja vielbeschäftigt: Mitglied von drei Lesebühnen, Moderator einer solchen, Hälfte je einer Band und eines Slam-Poetry-Duos. Wann hast du die Zeit, neue Texte zu schreiben?

Nie. Und im Zug. Oder wenn die Nachbarn gerade mal 15 Minuten Technopause machen.

Du hast Geschichte und Germanistik studiert, eher eine klassische Lehrer-Konstellation. Wie bist du zur Slam-Poetry gekommen?

Durch eine Geiselnahme. Mit anschließendem Stockholm-Syndrom.

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?

Ausschlafen, Frühstücken, Schreiben, Ausstellung, Schreiben, Fußballspielen, Kino, Wein. Schaffe ich aber nur selten so. Meistens fällt alles vor dem Wein weg.

Dein Wort zum Sonntag?

Ich kenne keine Sonntage. Deswegen ist mein Wort zum Sonntag wie mein Wort zu jedem anderen Datum: Aufstehen. Was machen. Nicht vergessen, warum.

Zynismus oder Ironie?

Ironie. Für Bitterkeit bin ich noch nicht alt genug.

 

(Foto: Oz Ordu)

Bilder einer Ausstellung: Alois Nebel in Leipzig

Wie berichtet, gastiert die Ausstellung »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« derzeit in Leipzig. Noch bis zum 21.04.2014 ist sie im Museum für Druckkunst Leipzig in der Nonnenstraße 38 zu sehen.

Hier ein paar Eindrücke von der Eröffnung am vergangenen Donnerstag:

Ausstellung: Alois Nebel - Leben nach Fahrplan

Jaroslav Rudis und Alois Nebel

 

Noch mehr Bilder von der Eröffnung gibt es auf unserer Facebook-Seite, hier noch der TV-Beitrag vom MDR.

 

Ausstellungseröffnung „Alois Nebel – Leben nach Fahrplan“ am 06.02. in Leipzig

Ab morgen ist es soweit: die preisgekrönte Ausstellung »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« wird im Leipziger Museum für Druckkunst zu bewundern sein.

Zur Eröffnung morgen wird Autor Jaroslav Rudiš gewohnt anekdotenreich etwas zur Entstehung der Graphic Novel erzählen und wie diese dann zu einem Kinofilm wurde. Und ich werde kurz darüber berichten, wie das Buch den Weg in unseren Verlag fand. Hier die Daten auf einen Blick:

Ausstellung vom 07.02.-21.04.2014 im Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38
Eröffnung am Donnerstag, 06.02., 18 Uhr mit Autor Jaroslav Rudiš und Verleger Sebastian Wolter

Konzipiert vom Literaturhaus Stuttgart (hier mein Bericht von der Eröffnung) trat die Ausstellung seit 2012 eine Rundreise durch die Literaturhäuser an, u.a. war sie in München, Salzburg und Rostock zu sehen. Eine Präsentation von Originalzeichnungen gab es letztes Jahr im Haus des Buches in Leipzig. Nun also wie gesagt das komplette Programm im Druckmuseum. Ich bin sehr gespannt! Fotos folgen dann hier im Blog.

Mehr Info zum Comic »Alois Nebel« und zum Kinofilm gibt es auf: www.aloisnebel.de.

 

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Autoreninterview mit Marlen Pelny

Marlen Pelny veröffentlichte kürzlich ihren Gedichtband »Wir müssen nur noch die Tiere erschlagen« bei uns, Grund genug für uns, sie euch im Interview vorzustellen. Die Fragen stellte Constantin Mauf.

Marlen Pelny, geboren 1981, war eine der Initiatorinnen der Literaturgruppe augenpost, die Gedichte auf den Straßen verschiedener deutscher Städte plakatierte. 2006 erschien ihr erster Lyrikband »Auftakt«. Gemeinsam mit Ulrike Almut Sandig entstanden die Hörbücher »der tag, an dem alma kamillen kaufte« und »Märzwald«. 2013 wurde sie für den Leonce-und-Lena-Preis nominiert, sie war Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und studiert seit 2012 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Als Musikerin veröffentlichte sie zuletzt ihr Solo-Album »Fischen«, seit 2010 ist sie Teil der Band Zuckerklub.

Marlen Pelny 28042013-7883

 

Du hast bereits zwei Gedichtbände veröffentlicht. Warum hast du nochmal ein Studium am DLL begonnen?

Lustig, die Frage wurde mir so in der Art auch bei meinem Aufnahmegespräch am Literaturinstitut gestellt. Ich bin dort wegen der Prosa. Klappt ganz gut.

Wie unterscheiden sich die Arbeit an Songtexten und Lyrik für dich?

Eigentlich nur durch eine Sache: Songtexte schreibe ich immer mit dem Stift, Gedichte meistens mit dem Computer.

Was machst du lieber: Teamwork oder Einzel?

Am liebsten mache ich Teamwork. Und am allerliebsten Einzel. Manchmal mache ich aber auch am liebsten Einzel und am allerliebsten Teamwork. Kommt immer drauf an.

Was hast du dir bisher für die Zukunft aufgespart?

Um ehrlich zu sein: Nichts, außer dem Tod. Ich bin nicht so gut im Sparen.

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?

Ein Montag im Hochsommer. Ich liege am See, oder auf einer Luftmatratze auf dem See und habe den Bauch voller Früchte. Ich denke darüber nach, was ich machen werde, wenn es wieder kälter wird und stelle fest, dass ich keine Lust darauf habe, dass es wieder kälter wird, dass ich bei dieser Hitze aber nur maximal eine Idee bekomme, mich aber nicht weiter konzentrieren kann und dass ich sicher irgendwann mal wieder produktiv sein möchte; aber nicht jetzt. Wenn es Abend wird, setze ich mich in mein Auto und drehe die Musik sehr laut auf und singe die zweite Stimme zu jedem Song, der kommt. Ich fahre zurück in die Stadt und esse dort Pizza mit Freunden. Ich habe keine Lust nach Hause zu gehen, mache es aber trotzdem irgendwann, weil ich mein Handtuch waschen muss, bevor es im Auto zu stocken beginnt. Zuhause stehen alle Fenster offen. Wenn ich mich setze, springt mir eine Katze auf den Schoß. Es ist total still und eine Kerze brennt. Es wird immer später, aber ich bin einfach nicht müde. Ich schreibe die Idee, die ich am See hatte, auf einen Zettel und lege ihn in die Kiste mit der Aufschrift „Arbeit für den Winter“. Dann will ich den Computer ausschalten, aber bevor ich das mache, schreibe ich die Idee auch nochmal da hinein und tippe dann plötzlich den ganzen Text, den ich, bis zum Morgengrauen schreibe, bis ich tatsächlich müde bin.

Hast du literarische Vorbilder?
Nein, aber es gibt etliche Autorinnen und Autoren, deren Bücher ich sehr mag. Zum Beispiel Max Frisch, Birgit Vanderbeke, Marguerite Duras, Herta Müller, Christoph Hein, Thomas Bernhard, John Irving, Thomas Pletzinger, Bernd Schirmer, Lydia Daher, Selim Özdogan …

Lyrik oder Hörspiel?

Lyrik und Hörspiel und Prosa und Drehbuch und Songs …

 

(Foto: Mike Auerbach)

Wo läuft der Kinofilm „Alois Nebel“?

Heute ist der offizielle bundesweite Kinostart von »Alois Nebel«, wir haben euch mal alle Städte und Kinos aufgelistet, in denen der Film läuft. Info zur Graphic Novel, auf der der Film basiert, hier. Noch bis 16.12. findet die Premierentour mit Regisseur Tomáš Lunák/ Autor Jaroslav Rudiš statt, mehr dazu dort.

Ab 12.12.

Berlin: Central
Berlin: Moviemento
Berlin: Acud (OmU)
Chemnitz: Weltecho
Dresden: Programmkino Ost
Dresden: Kino in der Fabrik
Halle: Luchs Kino
Leipzig: Prager Frühling
Erfurt: Kinoklub am Hirschlachufer
Jena: Kino im Schillerhof
Weimar: Kommunales Kino
Großhennersdorf: Kunst-Bauer-Kino
Köln: Filmpalette
Düsseldorf: Bambi
Aachen: Apollo
Bochum: Endstation
Dortmund: Sweet Sixteen
Bonn: Kino in der Brotfabrik
Münster: Cinema
Hamburg: Metropolis
Hannover: Kommunales Kino
Bremen: Cinema im Ostertor
Kiel: Kino in der Pumpe
Frankfurt/Main: Mal Sehn Kino
Freiburg: Friedrichsbau
Saarbrücken: Filmhaus Kino
München: Neues Arena
Stuttgart: Atelier Bollwerk
Nürnberg: Filmhaus Kino
Augsburg: Thalia
Weingarten: Linse
Regensburg: Filmgalerie

Ab 19.12.

Weimar: Kommunales Kino
Bonn: Kino in der Brotfabrik
Dortmund: Sweet Sixteen
Frankfurt/Main: Mal Sehn Kino

Ab 26.12.

Leipzig: Schaubühne im Lindenfels
Dortmund: Sweet Sixteen

Ab 02.01.

Berlin: Krokodil-Kino
Duisburg: Filmforum

Ab 09.01.

Berlin: Krokodil-Kino
Wiesbaden: DIF (nur 14.1.)
Schramberg: Subiaco

Ab 16.01.

Freudenstadt: Subiaco
Kassel: Filmladen

Ab 23.01.

Alpirsbach: Subiaco

Ab 20.02.

Kaufbeuren: Corona (nur 26.02.)

Autoreninterview mit Roman Simić

Unser kroatischer Autor Roman Simić veröffentlichte kürzlich seinen zweiten Erzählband »Von all den unglaublichen Dingen« bei uns. Dass er zudem ein eloquenter und humorvoller Zeitgenosse ist, beweist er im folgenden Interview. Die Fragen stellte Constantin Mauf.

Roman Simic in Manchester (c) Sarah Jane Eyre

You first published a volume of poetry. When did you switch to writing prose?

I guess i stopped when i realised i don’t see the world around me in verses any more. And when i realised i was not able to do what i wanted with poetry. But that poetic drive of mine didn’t just disappear, quite often i find it in my prose, in the rhythm and images i use in my stories. Frankly, my personal feel is that short story has much to do with poetry thank with novel, it can be whatever it wants, but i somehow connect it with breath-pace, heart-beat, emotion, world that appears out of detail… – rather than firm plot, big story, things like that.

 

What are the perfect circumstances for you to write?

My kids sleeping or somewhere else, my wife in her own stuff or with them, me – relaxed, not tired, with plenty of time… sounds like summer vacations, but it could be during the rest of the year, too.

 

Your wife is an author, too. How does that affect your creative processes?

We’re completely opposite when it comes to writing, i guess that saves our heads. She’s fast, vertical, goal-getter, needs small space to score; me, i guess i’m a middle fielder, barcelona style, think a lot, work hard on every move, need lot’s of time to come to 16m, and then – after a while, everyones nerves already broken – i do my best to score. We play the same game, have our own killer instincts, but the very idea of scoreing sometimes differs.

 

So far, three volumes of stories have been published. When does the first novel come out?

Now, i’m heading that way, at least it seems so. Think i found a path, but i’m old (or naive) enough to know there are things around able to distract one.

 

Which author would you like to meet?
Hah; if only i could have met Roberto Bolano, I’d be peaceful till the rest of my days, i guess. The rest of my list belongs to spiritualists – lot’s of dead guys and girls. Of living ones, I’d gladly have a pleasure to meet David Grossman, Alice Munro, Paul Auster, John Banville…

 

Reason or love?

Both! I believe they can coexist in the same life, same person, maybe they’re just to switch sometimes, the key is to balance them. It takes two for tango, don’t you think so?
(Foto: Sarah Jane Eyre)

Verlosung „Das Buch Dietmar“

Wollt ihr ein von Rainald Grebe, Olli Dittrich, Rattelschneck, Thomas Hermanns, Käthe Lachmann u.a. signiertes Exemplar von »Das Buch Dietmar« gewinnen? Dann hier entlang!

Vor rund einem Jahr haben die genannten Künstler und weitere Wegbegleiter des Humoristen Dietmar Burdinski »Das Buch Dietmar«, das Rainald Grebe als Herausgeber aus Burdinskis Nachlass zusammengestellt hat, im Quatsch Comedy Club vorgestellt. Damals haben wir das Buch signieren lassen und jetzt könnt ihr ein Exemplar abstauben. Ihr müsst nur eine kleine Frage beantworten. Die Verlosung läuft bis einschließlich Sonntag, den 8.12. Viel Erfolg!

Dietmar-Verlosung

Premierentour Kinofilm „Alois Nebel“

Wir haben es ja bereits erwähnt, der Kinofilm zu unserer Graphic Novel startet am 12.12. in den deutschen Kinos. Man kann den Film sich übrigens auch in Anwesenheit von Regisseur Tomáš Luňák bzw. Autor Jaroslav Rudiš und mit anschließendem Gespräch anschauen, hier die Termine:

10.12. 20:00 Uhr / Moviemento, Berlin (Tomáš Luňák + Jaroslav Rudiš)
11.12. 20:00 Uhr / Thalia, Augsburg (Jaroslav Rudiš)
11.12. 19:00 Uhr / Filmhaus, Nürnberg (Tomáš Luňák)
12.12. 20:00 Uhr / Filmpalette, Köln (Tomáš Luňák)
12.12. 20:30 Uhr / Prager Frühling, Leipzig (Jaroslav Rudiš)
13.12. 19:00 Uhr / Kommunales Kino, Weimar (Tomáš Luňák)
13.12. 21:00 Uhr / Kinoklub am Hirschlachufer, Erfurt (Tomáš Luňák)
13.12. 18:45 Uhr / Cinema im Ostertor, Bremen (Jaroslav Rudiš)
14.12. 19:30 Uhr / Luchs, Halle (Tomáš Luňák)
14.12. 20:00 Uhr / Schillerhof, Jena (Jaroslav Rudiš)
15.12. 15:00 Uhr / Kino in der Fabrik, Dresden (Jaroslav Rudiš)
16.12. 19:00 Uhr / Acud Kino, Berlin (Tomáš Luňák)

Julius Fischer auf Lesereise!

Julius Fischer geht mit seinem neuen Buch »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« auf Tour, unterstützt wird er von André Herrmann, seinem Partner von TTZ. Nicht verpassen!

31.10.13, Rosenau Stuttgart

01.11.13, München Vereinsheim

03.11.13, Schauspiel Magdeburg (Slam)

12.11.13, Schauspiel Chemnitz (bei Turboprop)

27.11.13, zakk Düsseldorf

28.11.13, Café Chaos Fulda

29.11.13, Moritzbastei Leipzig

08.01.14, Schlachthof Bremen

10.01.14, Schauspielhaus Hamburg (Slam)

11.01.14, Polittbüro Hamburg

29.01.14, Kulturfenster Heidelberg (tba)

30.01.14, KfZ Marburg

31.01.14, TAK Hannover

27.02.14, Dresden (tba)

julius fischer andre herrmann

Kinostart „Alois Nebel“ am 12.12.

Der Film zu unserer Graphic Novel »Alois Nebel« startet am 12.12. in den deutschen Kinos. Hier der Trailer:

Kurzinhalt des Films:
Herbst 1989. Alois Nebel ist Fahrdienstleiter an einem kleinen Bahnhof in Bílý Potok, einem abgelegenen Ort an der tschechoslowakisch-polnischen Grenze, dem früheren Sudetenland. Das einzige Hobby des Einzelgängers ist das Sammeln alter Fahrpläne. Doch wenn sich der Nebel über die Bahn- station legt, sieht Alois Züge mit Geistern und Schatten aus der dunklen Vergangenheit Mitteleuropas: dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen, der sowjetischen Besatzung. Alois Nebel wird diese Alpträume nicht los und endet schließlich in einer Nervenheilanstalt. Dort lernt er „den Stummen“ kennen, der bei dem Versuch, die Grenze zu überqueren, verhaftet worden ist. Dieser wird zum unfreiwilligen Auslöser für Alois‘ Entschluss, den Kampf gegen die Dämonen aufzunehmen, die ihn nächtlich heimsuchen. Er macht sich auf den Weg und findet Freunde, eine Geliebte und Weggefährten. Langsam erwacht Alois Nebel aus dem Albtraum der Vergangenheit und sieht in die Zukunft mit klarem Blick.

Rückblick Frankfurt 2013

Dienstag, 8.10.

Anreise. Aufbau. Abendbrot. Absacker. Abmatten.

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Mittwoch, 9.10.

Ein pickepackevoller Tag, vor allem Gespräche mit Literaturveranstaltern, Journalisten und Taschenbuchlektoren. Ein besonderer Gruß geht raus an Ursula von btb , das Treffen war wie immer sehr nett, aber viel zu kurz. Interessant war der Besuch von Gregor Dotzauer, mit dem wir uns über die Nutzung von Rezensionszitaten durch Verlage unterhielten, gerade ein heißes Thema in der Branche (siehe auch sein Artikel dazu beim Tagesspiegel). Etwas wehmütig stimmte uns dann das Treffen mit Vertreterin Judith, der wir an dieser Stelle noch mal danken wollen für die Jahre guter Zusammenarbeit. Alles Gute im neuen Job!

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Das Foto entstand auf der Pressekonferenz zu Sascha Lobos Sobooks, das er gewohnt selbstbewusst ankündigte: »1492: Buchdruck –> 1988: 1. E-Book –> 2013: Sobooks«. Ich hatte aufgrund vorher gelesener Ankündigungen einen neuen Verlag erwartet, aber Sobooks ist ein Shop mit ausgefeilten Social-Reading-Funktionen, der sich sicherlich zukünftig gegenüber Amazon und dem Kindle wird behaupten müssen. Aber das man in jede einzelne Seite eines Buches verlinken kann, gefällt, auch sind einige Dinge, die bisher an eBooks bzw. deren Vertrieb kritisiert wurden, von den Gründern sinnvoll weitergedacht worden: Man kann z.B. eBooks bis zu dreimal an Freunde verleihen und sie auch lokal als ePub oder pdf speichern und besitzt sie damit auch dann, wenn es Sobooks nicht mehr geben sollte (im Gegensatz zum Kindle, wo man nur Nutzungslizenzen erwirbt). Sofern die Verlage die Rechte einräumen, natürlich. Danke auch fürs anschließende Fachsimpeln an Stefan!

Ein anstrengender, aber auch sehr inspirierender Tag, der dann beim Empfang des österreichischen Buchhandels mit angeregten Diskussionen endete (Danke an Jürgen von Luftschacht und André von Salis!).

 

Donnerstag, 10.10.

Hier mal ein morgendliches Fundstück, könnte auch ein Indieverleger-Motto sein, finde ich.

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Ansonsten wieder Gespräche im 15-Minuten-Takt, kein Wunder, dass man dann abends zur Flasche oder dem Glas greift. Nachmittags besuchten wir eine Veranstaltung von Autoren aus Belarus. Dort gibt es trotz der Lukaschenko-Diktatur offenbar eine kleine, aber hochengagierte Literaturszene, deren Vertreter leidenschaftlich für ihre Arbeit warben (und sich auch deutlich von der wohl derzeit bekanntesten Vertreterin der belarussischen Literatur, Swetlana Alexijewitsch, der diesjährigen Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, abzugrenzen suchten).

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Gefreut haben wir uns außerdem über den Besuch von Jaroslav Rudiš

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.. der dann zusammen mit Co-Herausgeber Erwin Krottenthaler unseren neuen Essayband »literaturmachen« bei Arte präsentierte.

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Gleich darauf trafen wir uns mit Roman Simić und Alida Bremer, um zur Lesung aus Romans neuem Erzählband »Von all den unglaublichen Dingen « in der Alten Nikolaikirche zu gehen.

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Lesung und Gespräch waren wunderbar, die Zuhörer hingen den beiden an den Lippen (Danke für die tolle Moderation und Übersetzung, Alida!). Roman ist ein Autor, der hohe Ansprüche an sein Schreiben hat: Er möchte, sagte er im Laufe des Gesprächs, dass Literatur einen berührt UND verändert. Er schreibe um zu erforschen, was ihm unbekannt ist, und will den Leser dabei mitnehmen. Ein kluger und humorvoller Zeitgenosse ist er noch dazu, wir sind sehr froh und stolz, ihn in unserem Verlag zu wissen.

Der Abend endete mit Vertretern der befreundeten Verlage Luftschacht und Lilienfeld im »Zum gemalten Haus«.

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Wobei, das stimmt nicht ganz: Um Mitternacht wird man ja rausgekehrt und wir fuhren deshalb noch zur Blumenbar-Party, die aber um halb eins schon vorbei war, nur ein paar Versprengte harrten noch im Literaturhaus aus.

 

Freitag, 11.10.

Wieder viele Gespräche am Stand, Claudius , Kristin, die Goldsteins, Stü und, und, und … Buchmessen sind immer auch Klassentreffen. Dazu inspirierende Fachgespräche mit Wolfgang Tischer (unser ePublishing) und Oliver Reinhard (Lyrik).

clemens meyer und die monster poems

Außerdem besuchte uns Clemens am Stand. Als Nora-Gomringer-Fan gaben wir ihm gerne ein Exemplar ihrer »Monster Poems« mit.

Nach der Messe ging’s mit Roman zu einer Party, dann zur Preisverleihung der Hotlist 2013 (Glückwünsche an Stefan und den Weidle-Verlag !) mit anschließender Party der Independent-Verlage »Book Fair a-go-go« im Literaturhaus. Um vier zurück in der Unterkunft. Uff.

 

Sonnabend/Sonntag 12.-13.10.

Am Sonnabend trafen wir uns mit unseren Vertreterinnen Christiane und Regina und stellten das Frühjahrsprogramm 2014 vor. Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg in Halle 8 zu den amerikanischen Indie-Verlegern, Kate Gale von Red Hen Press hatte uns nahegelegt, uns da einmal vorzustellen. Beeindruckend jedenfalls die Hallenarchitektur …

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… leider waren die Verleger schon abgereist, das Kennenlernen werden wir also auf nächstes Jahr verschieben müssen.

Warum gab’s am Messesonntag eigentlich keine Buchmesse-FAZ, weiß das jemand? Wurden die Redakteure von verärgerten hoppsgenommenen Branchenvertretern bedroht oder gar entführt? Wir haben sie jedenfalls vermisst.

Der Sonntag glich ansonsten wie immer einem lockeren Auslaufen, man besuchte Kollegen, kaufte oder tauschte Bücher und dann ging’s mit Messeblues zurück nach Hause. Was hilft, ist diese Gewissheit: Die nächste Messe kommt bestimmt.

Fazit: Es hilft nichts, sich vorzunehmen, abends kürzer zu treten. Wir haben unseren Schlafkonsum konsequent jede Nacht verringert. Und trotzdem ist dieser merkwürdige Zustand von Spannung (Messeadrenalin, anyone!?) bei gleichzeitiger Müdigkeit toll und irgendwie sogar produktiv. Man sprudelt vor Ideen – und ist mittlerweile auch erfahren genug, diese aufzuschreiben, denn auf einer Messe merkt man sich spätestens nach ein paar Tagen nichts mehr. Inspiriert wurden wir jedenfalls wieder sehr, viele neue Aufgaben harren der Prokrastination Umsetzung.

Und Buchmenschen sind groß im Sprücheklopfen, hier ein paar der zitierfähigeren Beispiele:

George mit dem Dreiklang des Indie-Verlegers als Abschiedsgruß: »Ich wünsche euch viel Umsatz, wenig Steuern und viel Förderung!«

Jörg hat weiterhin Großes vor: »Nachdem ich den Agentur-Bart und die Agenturbrille populär gemacht habe, folgt nun der Agenturbauch!«

Jochen beim Anblick von in übertriebenen Schutzwesten vorbeiflanierenden Polizisten: »Sind das auch Cosplayer?«

Roman brachte wiederholt seinen Running Gag ins Stellung und verabschiedete sich z.B. von unserer Mitarbeiterin Tomke mit »Have a good Leif«!

Abschließend noch zwei Lesetipps für witzige Messerückblicke: Stefan und KiWi sowie Grüße und Dank für Austausch und Gespräche an Jörg, Christine, Blanka, Daniel und Peter, Dorian, Nadja, Christian, Wibke, Chris sowie an Tino, Tomke, Constantin, Frank und Werner für die Hilfe am und mit dem Stand.

Bis zum nächsten Jahr!

Buchmesse Frankfurt

Am Mittwoch geht’s wieder los, die Frankfurter Buchmesse öffnet ihre Pforten. Mittendrin natürlich wir. Ihr findet uns aber diesmal an einem neuen Standort: Halle 4.1/G25-27 (zwischen DuMont und Aufbau) und mit dem neuen Standdesign, das wir zur Leipziger Buchmesse erstmals verwendet haben. Eines bleibt: Neben uns befinden sich wie immer die verehrten Kollegen von mairisch, mit denen wir uns den Stand teilen.

Und nun noch ein paar Veranstaltungstipps: Erwin Krottenthaler und Jaroslav Rudiš stellen am Donnerstag , den 10.10. um 16 Uhr unseren Essayband »literaturmachen« am ARTE-Stand in 4.1 L1 vor (mehr dazu). Roman Simić liest aus seinem neuen Erzählband »Von all den unglaublichen Dingen« ebenfalls am Donnerstag um 17 Uhr in der Alten Nikolaikirche Frankfurt, moderiert von Alida Bremer. Mehr Info dazu hier oder bei Facebook.

Traditionell findet die beste Buchmessenparty ja immer am Freitagabend statt: »Bookfair a-go-go – Die Party der jungen Verlage«, wieder im Literaturhaus Frankfurt (mehr Info bei Facebook). Vorher gibt es auch noch die Preisverleihung des Literaturpreises der Indie-Verlage, der Hotlist 2013.

Wir sehn uns!

 

Unsere Herbsttitel sind da!

Unsere vier Herbsttitel sind nun alle im Buchhandel erschienen:

Roman Simić – Von all den unglaublichen Dingen
Aus dem Kroatischen von Brigitte Döbert

Roman Simić geht es in seinen Erzählungen um die Sache des Herzens: um Männer und Frauen, Eltern und ihre Kinder, Verliebtheiten und Zerwürfnisse, glückliche Erinnerungen und alte Dämonen. »Von all den unglaublichen Dingen« wurde von der kroatischen Tageszeitung Jutarnji list als das beste kroatische Prosawerk des Jahres 2012 ausgezeichnet.

Roman Simic - Von all den unglaublichen Dingen

176 Seiten, gebunden
18,90 Euro (D)

Mehr Info und Leseproben hier.

 

Julius Fischer – Die schönsten Wanderwege der Wanderhure

Julius Fischer ist einer der bekanntesten jungen Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. Nach »Ich will wie meine Katze riechen« (Voland & Quist 2011) erscheint nun ein neuer Band mit Kurzgeschichten, in denen er in typischer Manier nachdenklich, aber immer mit viel Humor und Sprachwitz den Alltag seziert und dabei oft skurrile Zusammenhänge aufdeckt.

Julius Fischer - Die schönsten Wanderwege der Wanderhure

Buch + CD
160 Seiten
14,90 Euro (D)

Mehr Info sowie Lese- und Hörproben hier.

 

Erwin Krottenthaler/José F.A. Oliver (Hg.) – literaturmachen – Literatur und ihre Vermittler

Wo und wann beginnt Literatur? Ist Schreiben erlernbar? Wann wird Sprache literarisch? Zehn namhafte Autoren und Autorinnen sind diesen und anderen Fragen nachgegangen und gewähren einen sehr persönlichen Blick hinter die Kulissen. Mit Texten von Ulrike Draesner, Harald Hartung, Georg Klein, Katja Lange-Müller, Thomas Richhardt, Jaroslav Rudiš, Yoko Tawada, Janne Teller, Ilija Trojanow und Feridun Zaimoglu.

Krottenthalter/Oliver - literaturmachen

128 Seiten
14,90 Euro (D)

Mehr Info und Leseproben hier.

 

Marlen Pelny – Wir müssen nur noch die Tiere erschlagen

Marlen Pelny war eine der Initiatorinnen der Literaturgruppe „augenpost“, die Gedichte auf den Straßen verschiedener deutscher Städte plakatierte. 2013 wurde sie für den Leonce & Lena Preis nominiert, sie war Stipendiatin der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und studiert am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Gedichte sind wie Schnappschüsse der Wirklichkeit, die uns zeigen, was wir wahrnehmen könnten, würden wir uns nur öffnen und einmal genau hinschauen.

Marlen Pelny, Wir müssen nur noch die Tier erschlagen

Buch + CD
80 Seiten
13,90 Euro (D)

Mehr Info sowie Lese- und Hörproben hier.

Die “Monster Poems” auf die Hotlist 2013!

Nora Gomringers/Reimar Limmers »Monster Poems« sind Anwärter für die Hotlist 2013, in der die zehn besten Bücher des Jahres von unabhängigen Verlagen gekürt werden. Hier kannst du abstimmen!

141 unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich in diesem Jahr um einen Platz auf der Hotlist beworben, welche 2013 zum fünften Mal stattfindet … aus allen Einreichungen wählte eine Jury 30 Titel als Kandidaten vorab aus, von uns sind wie gesagt die »Monster Poems« dabei.

Ihr könnt nun bis zum 18. August 2013 online abstimmen, wen ihr auf der Hotlist sehen wollt, die drei Gewinner des Online-Votings werden nominiert, die sieben restlichen Titel wählt die Jury.

Wir würden uns freuen, wenn ihr die Autoren und uns unterstützen würdet. Hier geht’s zur Abstimmung mit allen Kandidaten: http://www.hotlist-online.com/wahllokal-polling.

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Wir sind umgezogen

Wir sind Anfang der Woche innerhalb Dresdens in größere Räumlichkeiten umgezogen. Die neuen Büroräume befinden sich in der Bautzner Straße 22. Durch den Umzug haben sich auch die Telefon- und Faxnummern geändert. Unsere Leipziger Adresse bleibt wie gehabt.

Unsere neue Hauptadresse ist also:

Verlag Voland & Quist
Bautzner Straße 22
01099 Dresden

Tel.: 0351 / 418877-00
Fax.: 0351 / 418877-09

Neue Blogger-Allianz für Independent-Verlage

Ein unterstützenswertes neues Projekt ist „We read Indie“ (hier gehts zu Blog/Facebook), finden wir. Inspiriert vom Indiebookday haben sich einige Bloggerinnen zusammengeschlossen, um über Indie-Verlagskultur zu berichten.

„Wir wollen nicht nur einmal im Jahr auf Bücher aus unabhängigen Verlagen aufmerksam machen“, so Simone Finkenwirth, die im Netz als Klappentexterin über die Bücherwelt schreibt.

Mit an Bord sind außerdem: Mareike Fallwickl (Bücherwurmloch), Dorota Federer (Bibliophilin), Mara Giese (buzzaldrins Bücher), Svenja Hoch (Syn-ästhetisch), Caterina Kirsten (SchöneSeiten) und Ada Mitsou (Ada Mitsou liest …).

Auf dem gemeinschaftlichen Blog „We read Indie“ berichten sie ab sofort über Indiebooks und die Kleinverlagskultur – hauptsächlich in Form von Rezensionen über selbst ausgewählte Bücher, aber auch Interviews und Porträts sind geplant sowie Gastbeiträge von anderen Bloggern und Bloggerinnen.

… zur Nachahmung empfohlen. Dass es Interesse gibt, beweist allein schon die Tatsache, dass sie kürzester Zeit bereits über 600 Fans bei Facebook gewinnen konnten. Was mir allerdings noch fehlt, ist ein Twitteraccount ;)

we read indie header

Poesiepreis für Nora Gomringer!

Nora Gomringer erhält den mit 10.000 Euro dotierten Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2013. Wir freuen uns für sie und gratulieren herzlich! Der mit 20.000 Euor dotierte Literaturpreis des Kulturkreises geht dieses Jahr an Clemens J. Setz.

Aus der offiziellen Pressemitteilung:

Nora Gomringer, geboren 1980 Neunkirchen an der Saar, ist Autorin und Spoken-Word-Poetin. Nach einem Studium der Germanistik und Anglistik veröffentlichte sie mehrere Lyrikbände und Audio-CDs. Der Zyklus Monster Poems ist das Ergebnis des Suchens und Findens des Menschlichen, das nie ganz beendet und immer auch zum Schmunzeln ist.

Der Jury unter Vorsitz von Nina Hugendubel gehörten an: Barbara Heine (Kuratorin Vattenfall Lesetage), Regina Dyck (poetry on the road festival Bremen), Richard Kämmerlings (Die Welt) sowie die Mitglieder des Gremiums Literatur des Kulturkreises.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises am 19. Oktober 2013 in Weimar statt. Der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ist mit 20.000 Euro einer der höchstdotierten deutschen Literaturpreise in der Sparte Prosa. Im zweijährigen Wechsel wird zudem ein mit je 10.000 Euro dotierter Poesie- bzw. Übersetzerpreis verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. Heinrich Böll (1953), Ingeborg Bachmann (1955),Thomas Bernhard (1967), Elias Canetti (1971), Christoph Ransmayr (1986), Daniel Kehlmann (1998) und Tilman Rammstedt (2009).

Vorschau Neuerscheinungen Herbst

Et voilá, unsere Programmvorschau Herbst. Wer wissen will, welche neuen Bücher ab August bei uns erscheinen, kann hier reinblättern … Mit neuen Büchern von Roman Simić, Julius Fischer, Anna Mateur, Erwin Krottenthaler/José F.A. Oliver und Marlen Pelny.

Rückblick Leipziger Buchmesse 2013

Tag 0, Mittwoch, 13.03.

Wie immer: Standaufbau. Dieses mal jedoch mit einem neuen, individuellen Standdesign.

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Abends stand die Ausstellungseröffnung von »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« im Haus des Buches auf dem Programm. Es war schön, die beiden Macher von Alois Nebel, Jaroslav Rudiš und Jaromir 99, wiederzutreffen, und sich beim anschließenden Konzert von Priessnitz ordentlich die Haare föhnen zu lassen.

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ausstellung alois nebel

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Tag 1, Donnerstag, 14.3.

Groß war die Freude, als wir morgens unseren neuen Stand zum ersten Mal vollständig aufgebaut sahen! Schnell Kaffee gekocht, Bücher in die Regale gestellt … und die Messe konnte beginnen.

Messestand Voland & Quist

Messestand Voland & Quist

Messeregal mit Alois Nebel

Messestand Voland & Quist

Der Donnerstag stand für Leif ganz im Zeichen zahlreicher Termine mit Veranstaltern, außerdem trafen wir uns mit Erwin Krottenthaler vom Literaturhaus Stuttgart und Dichter José Oliver wegen eines Buchprojekts für den Herbst.

Dann las Volker Strübing aus »Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der junge mit dem Löffel im Hals« auf der benachbarten Leseinsel Junge Verlage …

Volker Strübing liest

… und sorgte anschließend für regen Signierverkehr an unserem Stand.

Signierstunde

Am Ende des (Messe-)Tages unterhielt ich mich mit Jaroslav über unsere Neuerscheinung »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« …

Sebastian Wolter und Jaroslav Rudis im Gespräch

… bevor wir schnurstracks ins Horns Erben zur Buchpremiere von Volkers »Mädchen mit dem Rohr im Ohr…« hetzten. Die Lesung war ein definitiv ein Höhepunkt des Tages: ein bestens aufgelegter Volker traf auf 100 ebenso gut aufgelegte Zuhörer.

Volker Strübing liest im Horns Erben

Der Tag endete für uns bei der Langen Leipziger Lesenacht, wo erst Nora Gomringer aus ihren »Monster Poems« las, und später kurz vor Mitternacht dann Volker noch einmal, in einer Doppellesung mit Mischa Sarim-Vérollet. Die beiden hatten das Publikum fest im Griff, trotz der späten Stunde.

L3 in der Moritzbastei

Tag 2, Freitag, 15.3.

Ein Stelldichein der Literaturhäuser bei uns: Leif hatte Termine mit den Kollegen von den Literaturhäusern Magedburg, München, Hamburg und Frankfurt.

Mittags las Ahne auf der Leseinsel aus seinem letzten Buch »Wieder kein Roman«…

ahne

… und später auch Nora Gomringer.

nora gomringer auf der leipziger buchmesse

Anschließend trafen Nora und wir uns noch mit Anne Munka und Hannah Fuchs vom Wortart-Ensemble, um unser neues CD-Projekt zu besprechen, das wir im Frühjahr 2014 veröffentlichen werden. Gefreut haben wir uns über die spontanen Besuche von Kirsten Fuchs und Jochen Schmidt am Stand.

Außerdem: Jürgen Trittin ist wirklich sehr groß.

jürgen trittin

Der Tag auf der Messe war auf jeden Fall sehr ereignisreich für uns, und abends bzw. nachts ging es im gleichen Stil weiter: Jaroslav Rudiš stellte den neuen Alois-Nebel-Comicband bei der ausverkauften Magazin-Lesenacht vor, Nora Gomringer las aus den »Monster Poems« bei der Lesung der unabhängigen Verlage, Ahne enterte zu später Stunde die Hinterbühne des Centraltheaters, und schließlich winkte noch die Party der jungen Verlage. Uff. Die Leipziger Taxifahrer waren uns sicherlich sehr dankbar.

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ahne im centraltheater leipzig

Tag 3, Sonnabend, 16.3.

Ein entspannter Tag war das, wenige Termine und keine Lesung am Abend. Muss auch mal sein. Ich traf außerdem endlich den Übersetzer unseres neuen Alois-Nebel-Comicbandes Mirko Kraetsch, und mit den Kolleginnen und Kollegen von Luxbooks, kookbooks, Onkel & Onkel und mairisch wurden Kooperationsmöglichkeiten bei der Pressearbeit erörtert. Außerdem schlug Bas Böttcher das Publikum der Leseinsel in seinen Bann.

bas böttcher in aktion

bas böttcher auf der leipziger messe

Den Abend ließen wir mit den geschätzten Kollegen Jörg vom Verbrecher Verlag und Irina von der Connewitzer Verlagsbuchhandlung ausklingen.

Tag 4, Sonntag, 17.3.

Highlight des Tages war die Aufführung des neuen Stücks vom Reggaehasen Boooo, das auf unserem gerade erschienenen Kinderbuch basiert. Mit dabei die Musiker von Yellow Umbrella und das durch Krankheit leider dezimierte Puppentheater Eckstein. Hier ein paar Eindrücke:

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Reggaehase Boooo in Aktion

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Am Nachmittag lasen die Herren von Sax Royal auf der Leseinsel …

Roman Israel von Sax Royal

… und dann ging es auch schon langsam ans Einpacken und Abbauen. Die VQ-Standbesatzung musste sich aufteilen, denn außer dem Standabbau fand im Centraltheater die Leseshow von Rainald Grebe und Freunden zum »Buch Dietmar« statt, im UT Connewitz der traditionelle Messeausklang mit Lesebühnenliteratur und, genau, dieses Jahr mit Sax Royal.

Sax Royal im UT Connewitz

Sax Royal im UT Connewitz

Fazit: Viel Freude hat uns unser neuer Stand gemacht, nach einigen Jahren schwarzen Stoffs auf den Regalwänden hatten wir Lust auf etwas ganz anderes. Ansonsten haben wir in den Bereichen Veranstaltungen und Pressearbeit einiges angeschoben, neue Buch- bzw. CD-Projekte vorangebracht, einige großartige Lesungen erlebt und nebenbei auch wieder viele herzliche und informative Gespräche mit Autoren und Kollegen geführt, die man sonst ja nicht alle Tage trifft. Wir freuen uns schon auf Frankfurt, die nächste »Klassenfahrt«.

Hier noch ein paar Links zu lesenswerten Messerückblicken beim Hedoniker, Sax Royal, und Binooki, die dieses Jahr den Kurt-Wolff-Förderpreis erhalten haben. Herzlichen Glückwunsch auch noch einmal an dieser Stelle!

Ausstellung “Alois Nebel – Leben nach Fahrplan” in Leipzig

Noch bis zum 16. April kann man Die Ausstellung »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« im Haus des Buches Leipzig anschauen, der Eintritt ist frei. Sie zeigt vor allem Originalzeichungen des Comics Alois Nebel, aber auch einige der lebensgroßen Figuren und Originale aus Jaroslav Rudiš‘ Sammlung von Fahrkarten und Fahrplänen.

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Ausstellung Alois Nebel - Leben nach Fahrplan in Leipzig

Sonnabend ist Indiebookday!

Den morgigen Indiebookday unterstützen wir gerne. Zur Feier des Tages werde ich mit dem Indie-Buchhändler René Pölzing vom Leipziger Kapitaldruck um 17 Uhr eine kleine Diskussion über Indieverlage und -buchhandlungen im Laden (Roßplatz 11, 04103 Leipzig) veranstalten, »Indie-Buchhändler meets Indie-Verleger« sozusagen.  Bücher von unabhängigen Verlagen führt René genug, die könnte man dann also auch gleich kaufen ;)

Worum geht es beim Indiebookday?

»Geht am 23.03.2013 in einen Buchladen eurer Wahl und kauft euch ein Buch. Irgendeines, das ihr sowieso gerade haben möchtet. Hauptsache ist: Es stammt aus einem unabhängigen/kleinen/Indie-Verlag.

Danach postet ihr ein Foto des Covers, des Buches, oder Euch mit dem Buch (oder wie ihr möchtet) in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Google+) oder einem Blog eurer Wahl unter dem Stichwort „Indiebookday“. Wenn Ihr die Aktion gut findet, erzählt davon.«

Vielen Dank an den mairisch Verlag für diese schöne Aktion! Die Presse berichtet auch schon, z.B. WDR 3.

indiebookday

Leipziger Buchmesse 2013

Nächste Woche beginnt die Leipziger Buchmesse und mit ihr das grandiose Lesefestival »Leipzig liest«. Wir sind auch wieder mit dabei, ihr findet uns in Halle 5, Stand D114/116 – mit einem eigenen, neuen Standdesign (auf das wir selber sehr gespannt sind). Kommt vorbei!

buchmesse leipzig

Wir haben auch wieder ein großes Leseprogramm mit den Autoren unserer Neuerscheinungen geplant:

* Jaroslav Rudiš/Jaromir 99: »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan«
– Mittwoch, 13.3., 19.30 Uhr, Haus des Buches. Buchpremiere/Ausstellungseröffnung
– Donnerstag, 14.3., 17.30 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
– Freitag, 15.3., 20 Uhr, Schaubühne Lindenfels, Die MAGAZIN-Lesenacht

* Nora Gomringer: »Monster Poems«
– Donnerstag, 14.3., 21 Uhr, Moritzbastei, Lange Leipziger Lesenacht
– Freitag, 15.3., 14.30 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
– Freitag, 15.3., 21.30 Uhr, Lindenfels Westflügel, UV – Lesung der unabhängigen Verlage

* Volker Strübing: »Das Mädchen mit dem Rohr im Ohr und der Junge mit dem Löffel im Hals«
– Donnerstag, 14.3., 14.30 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
– Donnerstag, 14.3., 20 Uhr, Horns Erben, Buchpremiere
– Donnerstag, 14.3., 23.15 Uhr, Moritzbastei, Lange Leipziger Lesenacht

* Yellow Umbrella (Hg.): »Der Reggaehase Boooo und die rosa Monsterkrabbe«
– Sonntag, 17.3., 13 Uhr, Messe: Forum Hörbuch + Literatur, Halle 3, B500

… dazu noch ein paar Veranstaltungen mit Autoren »älterer« Bücher:

* Ahne: »Wieder kein Roman«
– Freitag, 15.3., 13 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
– Freitag, 15.3., 23 Uhr, Centraltheater

* Bas Böttcher: »Vorübergehende Schönheit«
– Sonnabend, 16.3., 13 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200

* Rainald Grebe & Freunde: »Das Buch Dietmar« – Leseshow
Sonntag, 17.3., 20 Uhr, Centraltheater (mit Rainald Grebe, Thomas Hermanns, Lutz von Rosenberg Lipinsky und Hannes Ringlstetter)

* livelyriX e.V. präsentiert: Der Lesebühnenabend zur Buchmesse mit Sax Royal
– Sonntag, 17.3., 16 Uhr, Messe: Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand D200
– Sonntag, 17.3., 21 Uhr, UT Connewitz

… und zum Schluss noch zwei Extra-Tipps:

* Die vollkommene Lesemaschine. Über die Zukunft der Bücher (mehr Info hier)
– Donnerstag, 14.3., 14 Uhr, Congress Center Leipzig, Mehrzweckfläche 4 (mit dabei sind: Dave Eggers (Autor und Verleger, San Francisco), Jo Lendle (Verleger, Autor, Köln), Kathrin Passig (Autorin, Berlin), Roland Reuß (Literaturwissenschaftler, Heidelberg), Judith Schalansky (Autorin, Buchgestalterin, Berlin) und Daniela Seel (Verlegerin, Kookbooks, Autorin, Berlin))

* Party der jungen Verlage
Freitag, 15.3., 23 Uhr, Altes Landratsamt. (mit: Lilienfeld Verlag, Luftschacht Verlag, Luxbooks, mairisch Verlag, Mitteldeutscher Verlag, Onkel & Onkel, Verbrecher Verlag, Verlag Voland & Quist u.v.a.)

Altes-Landratsamt Tresorraum im Keller

Michael Stauffers Lesung aus „Pilgerreise“ zum Nachhören

Wir haben Michael Stauffers Lesung/Performance aus seinem Roman »Pilgerreise« in unsere Soundcloud gestellt. Viel Spaß beim Anhören!

Bilder vom Andruck des neuen Reggaehasen Boooo

Wir waren dabei, als unser neues Kinderbuch »Der Reggaehase Boooo und die rosa Monsterkrabbe« gestern bei der Druckerei Mundschenk in Wittenberg in Druck ging …

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Der Buchumschlag des neuen Reggaehasen

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Alex von den Gestaltern von HawaiiF3 nimmt den Bogen ab.

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Die Druckmaschine und der Drucker. Gleich gehts los.

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Die leeren Bögen am Anfang der Maschine …

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… und die bedruckten am Ende

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Schön siehts aus!

Originalzeichnungen vom Reggaehasen Boooo

Hier ein paar Fotos von den Originaltuschezeichnungen von Lukasz Rusinek unseres neuen Reggaehasen Boooo. Sie waren wirklich schön anzuschauen. Jetzt werden sie digitalisiert, und dann beginnt das Setzen des Buches …

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Michael Stauffer liest in Dresden, Leipzig, Chemnitz (09.-11.1.)

Für den ersten Literatursalon 2013 haben wir unseren Schweizer Autor Michael Stauffer eingeladen (mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia). Er stellt seinen neuen Roman »Pilgerreise« vor.

Mittwoch, 09.01., Dresden, Thalia Kino, 20.30 Uhr

Donnerstag, 10.01., Leipzig, Horns Erben, 20 Uhr

Freitag, 11.01., Chemnitz, Das Tietz, 20 Uhr

Worum gehts im Buch? … »Verschwinde aus meinem Leben!« Der Zettel auf dem Tisch spricht Klartext. Bela Schmitz, ein Taugenichts erster Güte, erklärt sich zum »Pilger ersten Grades« und zieht los auf einer Reise nach nirgendwohin, Selbstfindung ist angesagt. Das Tagebuch seiner Pilgerreise und die Erzählung seines Vorlebens verstricken sich in diesem Roman. Michael Stauffer, erprobt an Prosa ebenso wie an Hörspielen und Spoken Word, wird diesen mehrstimmigen Text zum Klingen bringen. Und wie bei Stauffer als einem Träger des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor nicht anders zu erwarten, nimmt diese Reise des Bela Schmitz einige komische Wendungen. – Die Einsicht des Pilgers? Der Weg ist der Weg.

Michael Stauffer, geboren 1972 in Winterthur (CH), schreibt Prosa, Theaterstücke, Lyrik und macht Hörspiele fürs Radio und Spoken-Word-Performances. Er unterrichtet am Schweizerischen Literaturinstitut der Hochschule der Künste Bern. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Open-Mike-Preis der Literaturwerkstatt Berlin, dem Förderpreis Komische Literatur zum Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und dem Literaturpreis des Kanton Bern. Zuletzt erschienen die Romane »Normal. Vereinigung für normales Glück« und »Soforthilfe«. »Dichterstauffer« lebt und arbeitet in der Schweiz und Europa.

Stauffer Michael 2012 (c)Tobias Bohm

[Foto: Tobias Bohm]

Dienstreise Bayern, eine Rückschau

Ende November waren Leif und ich zu Besuch in München und Bamberg. Erst stand die Verleihung des Bayerischen Kunstförderpreises in der Sparte Literatur an Lydia Daher auf dem Programm, am nächsten Tag dann Bamberg und die Lesung von Michael Stauffer in der Villa Concordia, die ja von unserer Dichterin Nora Gomringer geleitet wird. Hier eine kleine Zusammenfassung dieser zwei erlebnisreichen Tage …

Nach der Ankunft in München und Ablegen im Hotel liefen wir zur Hochschule für Fernsehen und Film München am Bernd-Eichinger-Platz [sic], wo die Preisverleihung stattfand. Die Bayerischen Kunstförderpreise werden in den Bereichen Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Musik und Tanz sowie Literatur verliehen, dementsprechend viele Preisträger galt es an diesem Abend zu würdigen (es waren 17, wenn ich mich recht erinnere).

Aber ich muss sagen, die Veranstaltung war kurzweilig und abwechslungsreich. Zu jedem Preisträger wurde ein wirklich immer sehr gut gemachter Videoclip gezeigt, einige Künstler führten auch etwas aus ihrem Repertoire auf. Lydia z.B. trug einige Gedichte vor. Die 2,5 Stunden vergingen jedenfalls wie im Flug.

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Anschließend fand noch ein Empfang im Foyer der Filmhochschule statt, das durch Architektur und Beleuchtung eher an einen Club erinnerte.

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Und hier noch ein Gruppenbild der beiden Verleger mit Lydia und Simon (ganz links, mit Häppchen), der für die tolle Gestaltung ihres Lyrikbandes »Insgesamt so, diese Welt« verantwortlich ist.

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Und sonst? Wir haben uns gefreut, endlich Simon persönlich sowie Lydias Eltern kennenzulernen. Außerdem erzählte Lydia von einem sehr interessanten selbstverwalteten Kunst- und Kulturprojekt / Asylbewerberunterkunft, dem Grandhotel Cosmopolis (hier mehr Info zum Projekt), in dem sie ein Büro bezogen hat. Dort befinden sich nicht nur Ateliers, es finden nicht nur Konzerte und Lesungen statt, es werden auch Flüchtlinge untergebracht, die sich in das Projekt und damit das Leben vor Ort einbringen, indem sie Konzerte geben, kochen usw. Nachahmenswert.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Zug durchs winterliche Bayern nach Bamberg. Die Fahrt nutzten wir ausgiebig zum Brainstormen und Arbeiten, 2013 haben wir viel vor (vorausgesetzt, es gibt sie dann noch, unsere Welt).

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Den Nachmittag in der Villa Concordia (Foto oben) nutzten wir, um mit Nora und Illustrator Reimar Limmer an deren kommendem Gedichtband »Monster Poems« (mehr Info in der Frühjahrsvorschau) zu arbeiten. Hier der imposante Schreibtisch im Büro der Chefin.

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Abends dann die Lesung aus »Pilgerreise« von Michael Stauffer.

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Der »Dichterstauffer« liest nicht einfach seinen Text herunter, nein, eine Lesung von ihm wird durch allerhand geräuschemachendem Kleingerät zu einer Performance. Das Publikum war erst irritiert, schließlich aber begeistert. Anschließend gabs noch einen Empfang, bei dem Brot und Wurst bereitstanden, von Michael passend zu den kulinarischen Vorlieben seines Pilgerreisenden und (B)rotagonisten Bela Schmitz ausgesucht.

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Morgens noch schnell ein Abschiedsfoto, dann zurück nach Dresden und Leipzig …

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Weihnachtsbestellungen bei Voland & Quist

Falls ihr euch fragt, ob eure Bestellung bei uns rechtzeitig zum Fest da ist, hier ein Tipp: Wenn ihr bis spätestens Donnerstag, den 20.12. bei uns bestellt, solltet ihr die Lieferung bis zum 24.12. bekommen. Aber auch am Freitag, den 21.12. bringen wir alle Bestellungen bis 16 Uhr noch am gleichen Tag zur Post, das könnte also auch noch klappen, ist aber weniger sicher.

Übrigens: Jeder Bestellung über unsere Website legen wir dieses schöne Alois-Nebel-Geschenkpapier bei. Solange der Vorrat reicht jedenfalls. (Vielen Dank an das Literaturhaus Stuttgart für dieses schöne Geschenk!)

Alois Nebel Geschenkpapier

Galerie „Das Buch Dietmar“

Hier ein paar Eindrücke von unserem neuen »Dietmarbuch«. Es ist gestalterisch sicherlich das anspruchsvollste und aufwändigste Buch, das wir je veröffentlicht haben. Danke jedenfalls an Marcel von HawaiiF3, der das Buch gelayoutet und gesetzt und die Vorstellungen von Herausgeber Rainald Grebe verwirklicht hat!

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[Fotos: HawaiiF3]

Programmvorschau Frühjahr 2013

Et voilá, unsere Programmvorschau Frühjahr 2013 – mit neuen Büchern von Volker Strübing, Nora Gomringer und mit neuen Abenteuern von Alois Nebel und dem Reggaehasen Boooo. Viel Spaß beim Blättern!

Bas Böttcher in Dresden, Leipzig, Chemnitz (12.-14.12.)

Im Dezember kommt einer der wichtigsten deutschsprachigen Spoken-Word-Poeten in unsere drei Literatursalons: Bas Böttcher. Mit dabei: sein neues, gerade bei uns erschienenes Buch »Vorübergehende Schönheit«.

Bas Böttcher ist einer der Wegbereiter der Spoken Word Poesie und hat z.B. den ersten National Slam 1997 in Berlin gewonnen. Seine Texte erscheinen mittlerweile aber auch in Schulbüchern und wichtigen Sammlungen deutschsprachiger Dichtung (z.B. »Der Neue Conrady«, »Lyrikstimmen« u.a.), und er hat drei Lyrikbände bei Voland & Quist veröffentlicht. Er ist außerdem bekannt für seine tollen Liveperformances. Also: nicht verpassen!

Mittwoch, 12.12., Dresden, Thalia Kino, 20.30 Uhr

Donnerstag, 13.12., Leipzig, Horns Erben, 20 Uhr

Freitag, 14.12., Chemnitz, Das Tietz, 20 Uhr

bas boettcher (c) gezett

[Foto: gezett]

Unser Lesebühnen-eBook (Download gratis)

Wir haben uns was für euch ausgedacht: Um euch Lesebühnenliteratur näherzubringen, haben wir Texte verschiedener Lesebühnenautoren aus unserem Haus zusammengestellt und in ein EPUB gepackt – bzw. in zwei: Das enhanced EPUB ist mit Audiodateien und Videolinks bestückt und etwa 92 MB groß. Ihr könnt es hier oder bei allen einschlägigen Ebook-Plattformen (auch Amazon, ebook.de usw.) kostenlos herunterladen und auf eurem E-Reader, Tablet oder Smartphone lesen (entsprechende Lesesoftware bzw. Apps vorausgesetzt).

Das reine EPUB ohne Audio- und Videomaterial ist 1,7 MB groß und kann hier oder bei den Ebookhändlern eurer Wahl heruntergeladen werden.

Es ist also nichts weniger als eine digitale Lesebühnenanthologie, ein Sammelband mit (bereits veröffentlichten Texten) von Ahne, Julius Fischer, Kirsten Fuchs, Uli Hannemann, Jakob Hein, Marc-Uwe Kling, Jochen Schmidt, Volker Strübing uva.

Viel Spaß beim Lesen!

Voland Quist-Das Lesebühnen eBook

Europäischer Filmpreis für Alois Nebel!

Der Kinofilm zu unserer Graphic Novel »Alois Nebel« wurde am Wochenende mit dem Europäischen Filmpreis in der Kategorie Animationsfilm ausgezeichnet. Wir gratulieren unseren Autoren Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 (die am Film mitgearbeitet haben) sowie dem gesamten Produktionsteam ganz herzlich!

Hoffen wir nun, dass es nach diesem Preis endlich auch bald einen Verleih für die deutschen Kinos geben wird …

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Buchpremiere “Das Buch Dietmar” am 3.12. in Berlin mit Rainald Grebe, Olli Dittrich, Thomas Hermanns uva.

Am Montag, den 3.12. um 20 Uhr präsentieren Rainald Grebe und Freunde das Buch von und über ihren verstorbenen Freund Dietmar Burdinski in einer großen Leseshow mit dem Titel »Das Buch Dietmar – Alle für einen« im Quatsch Comedy Club in Berlin.

Mit dabei: Rainald Grebe, Thomas Hermanns, Olli Dittrich, Rattelschneck, Jess Jochimsen, Matthias Egersdörfer, Käthe Lachmann, Hannes Ringlstetter und Lutz von Rosenberg Lipinsky.

Dietmar Burdinski (c) nik konietzny

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oben: Dietmar Burdinski (Foto: Nik Konietzny), unten: Rainald Grebe (Foto: Gesa Simons)

Ahne in Dresden, Leipzig, Chemnitz (7.11.-9.11.)

In diesem Monat beehrt der Berliner Lesebühnenheld Ahne unsere kleinen und feinen sächsischen Literatursalons. Mit dabei: sein neues Buch »Wieder kein Roman«, viele neue Geschichten, neue Zwiegespräche mit Gott und seine berühmten Lieder und Gedichte.

Mittwoch, 7.11., Dresden, Thalia Kino, 20.30 Uhr

Donnerstag, 8.11., Leipzig, Horns Erben, 20 Uhr

Freitag, 9.11., Chemnitz, Das Tietz, 20 Uhr

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(Foto: Tim Jockel)

Buchpremiere Ahne “Wieder kein Roman” am 21.11. in Berlin

Ahne feiert die Veröffentlichung seines neuen Buches »Wieder kein Roman« am Mittwoch, den 21.11. um 20 Uhr in der Volksbühne Berlin – auf der größten Bühne und mit allem Pipapo, also brandneuen Texten, altbackenen Liedern, seinen gewohnt spastischen Bewegungen, vor allem aber mit Gott (angefragt) und dem besten Liedermacher der Welt: Sebastian Krämer. Das wird ein Fest!

Tickets kosten 12,- Euro bzw. 8,- Euro (ermäßigt) an der Abendkasse, Vorverkauf gibts auch.

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Präsentiert wird der Abend von RELogo RGB pos 95 8

Rückblick Frankfurter Buchmesse 2012

Hier unser Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse …

Tag 0, Dienstag, 09.10.

Wie immer beginnt die Messe für uns schon am Dienstag: Anreise und dann Standaufbau. Letzteres ging uns überraschend flott von der Hand. Ob das an unserer neuen Mitarbeiterin Tomke lag?

Und so sah es dann aus (rechts der Teil vom mairisch Verlag, mit dem wir uns den Stand teilten):

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Tag 1, Mittwoch 10.10.

Ein Tag mit vielen Terminen: Vertreterkonferenz, Presse, Gerrit Schoof vom Dittrich Verlag, der uns sein Projekt der Berliner Buchhandlung für Independenttitel »Das besondere Buch« vorstellte, dazu Arbeitstreffen mit den Agenten Oliver Brauer und Christine Koschmieder sowie Ines Dettmann vom Literaturhaus Köln. Allgemein war es ein Tag im Ideensammelmodus: Kooperationen, neue Bücher, Verbesserung der Verlagsvorschau uvm.

Abends dann zum Empfang des österreichischen Buchhandels mit (viel) gutem Wein und Essen. Hier ein dazu passend unscharfes Foto von der Schlange am Büffet.

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Tag 2, Donnerstag, 11.10.

Wieder ein paar Termine, dann der Besuch von Edo Popović, dessen neuer Roman »Der Aufstand der Ungenießbaren« jetzt bei Luchterhand erschienen ist. Wir wünschen viel Erfolg und alles Gute!

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Höhepunkt des Messetages der Besuch von Erwin Krottenthaler vom Literaturhaus Stuttgart, der uns mitteilte, dass sie im Literaturhaus überlegen, uns die grandiose Ausstellung »Alois Nebel – Leben nach Fahrplan« zu schenken, wenn diese ihre große Rundreise im Frühjahr 2013 in Berlin beendet … wow! Wir waren ganz sprachlos vor Überraschung und freuen uns riesig.

Spruch des Tages: Den Literaturnobelpreis für Mo Yan kommentierte Kollege Alexander Schulz von weissbooks mit: 2012 sei ein gutes Jahr für Indies – erst der Deutsche Buchpreis für Ursula Krechel (Jung und Jung) und jetzt ein Autor des Unionsverlags Zürich. Da sind wir dann ein wenig stolz gewesen ;)

Abends eine großartige Lesung von Bas Böttcher bei »Open Books« im Frankfurter Kunstverein. Der Saal wurde während der Lesung immer voller – der Mann versteht es, live zu begeistern. Auch uns im übrigen, immer noch und immer wieder.

bas böttcher live im kunstverein

Tag 3, Freitag, 12.10.

Der Übersetzer einer Neuausgabe von Bulgakows »Der Meister und Margarita« (Voland aus dem Roman stand Pate für unseren Verlagsnamen) zeigte uns eine russische Originalausgabe des Buches. Er sagte, er sei extra vorbeigekommen, um unseren Verlag kennenzulernen. Hat uns gefreut!

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Michael Stauffer las nachmittags auf der Leseinsel unabhängiger Verlage aus »Pilgerreise«, was eine gänzlich unverhoffte Wendung nahm. Aber der Reihe nach. Hier ist noch alles ruhig …

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… dann kam ein Fernsehteam von ZDF Neo hinzu und begann zu filmen …

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… die Moderatorin Palina Rojinski (war mir ehrlich gesagt vorher kein Begriff …) setzte sich zwischen die Zuhörer, sprang wenig später auf und rief, das, was Stauffer gerade vorlese, befinde sich genau so in ihrem Buch auf Seite 23, dazu wedelte sie mit einem Buch (ein Dummy?) herum … Aber da hatte sie die Rechnung ohne Stauffer gemacht: Er bat sie auf die Bühne und schlug vor, doch die beiden Seiten 23 zum Vergleich vorzulesen, las dann aber nur ihre Seite 23 vor (tat zumindest so, das was er vorlas, hat dort nicht dringestanden, ich kann’s bezeugen …). Die Rojinski war baff, fast so wie ich, der ich staunend über seine Schlagfertigkeit und seinen Witz daneben saß – wobei er schon ziemlich verärgert gewesen war.

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Das Fernsehteam verabschiedete sich dann mit Lob (»Ganz großes Kino!«) und versprach das Material zu verwenden. Das reichen wir dann nach, falls es so kommt und online verfügbar sein sollte …

Der Freitagabend stand wie jedes Jahr ganz im Zeichen der Preisverleihung der Hotlist 2012. Den Preis erhielt Droschl Verlag für »Die Dunkelheit am Ende des Tunnels« gewann (Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle!), und der Party der jungen Verlage.

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Tag 4 und 5, Sonnabend/Sonntag 13./14.10.

Termine hatten wir fast keine mehr, und so war viel Zeit bei den Kollegen vorbeizuschauen und Bücher zu tauschen oder zu kaufen. Was mir wieder auffiel: Wie vielfältig die Programme der unabhängigen Verlage sind (bei denen informierte ich mich am ausgiebigsten), und wie unverwechselbar. Man kann von den Messen gar nicht so viele Bücher wegschleppen, wie man möchte … und versucht es natürlich doch. Hier mein Stapel Turm:

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Ich versuchte mich beim Herumschlendern an einer Fotoserie über besonders schön gestaltete Messestände von Independentverlagen: von oben nach unten: Liebeskind, Ventil mit orange press, Walde + Graf mit Salis, binooki

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… Leif wurde beim Schlendern übrigens von den Bodyguards unseres Bundespräsidenten unsanft beiseite geräumt, wie viele andere Messebesucher auch. Wer nicht beiseite sprang, wurde beiseite geschubst. Dem Gedränge tat’s keinen Abbruch:

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Charmante Wochenendanekdote 1: Eine Kundin blättert in Marc-Uwe Klings Kalender, und als wir ihr das Prinzip der falsch zugeordneten Zitate erklären, die ihren Witz gerade aus der neuen Zuordnung beziehen, zeigt sie auf das vor ihr liegende Kalenderblatt (»Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!« – Friedrich Schiller) und fragt: »Ach, das ist dann gar nicht von Schiller?«  (Nein, es war Andy Möller.)

Charmante Wochenendanekdote 2: Die Beziehung einer Kollegin (so erzählte sie uns am Stand) begann dem via SMS versendeten Gedicht »In einer Berliner Küche« unserer Autorin Nora Gomringer an den Verehrten, dieser antwortete seinerseits mit ein paar gereimten Zeilen, und so ging das hin und her …  romantisch, oder?

Fazit

Das Treffen mit Agenten, Taschenbuchlektoren, Journalisten, Veranstaltern usw. ist, was die meiste Arbeit auf der Messe ausmacht, das erwähne ich nicht alles hier, auch wenn es wichtig ist und meist nur während der Messe stattfinden kann. Höhepunkte für uns waren die mögliche Schenkung der Alois-Nebel-Ausstellung und unsere beiden Lesungen. Schön war auch, die Kollegen wiederzusehen, viele von ihnen trifft man meist nur auf den Messen, und neue Leute kennenzulernen. Ansonsten hatten wir viele große und kleine Ideen für Projekte oder Verbesserungen. Man ist auf so einer Messe eben 24/7 auf Verlag eingestellt, gleichzeitig nicht mit Alltagsgeschäft befasst, das begünstigt bei uns Kreativität, egal wie viel Trubel ist. Diese Ideen und Inspirationen sind für uns auch wichtige Ergebnisse der Messe.