Mova —  Viktor  Martinowitsch
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/ Viktor Martinowitsch
Mova

Aus dem Belarussischen von Thomas Weiler

Minsk im Jahr 2044, eine Provinzmetropole im Nordwesten des chinesisch-russischen Unionsstaates. Trotz drakonischer Strafen gelangt immer wieder eine Droge ins Land: Mova. Wer die Mova-Briefchen liest, versteht kaum ein Wort, erlebt aber beglückende Rauschzustände. Chinesische Triaden, belarussische Untergrundkämpfer und die staatliche Suchtmittelkontrolle sind in den Drogenkrieg verstrickt. Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?

Pressestimmen

  • »Mova ist lustig. Mova ist tieftraurig. Mova ist immer überraschend. Eine Groteske, ein Krimi, ein Alptraum, ein Rausch. Heftiger Stoff in Buchform, dessen Konsum man nur allerwärmstens empfehlen kann.«

    (Martin Becker, Deutschlandradio Kultur)
  • »Mova ist vieles zugleich: ein absurdes Szenario, das nicht zuletzt an Vladimir Sorokins chinesisch-eurasische Allmachtsfantasien erinnert, eine beklemmende Dystopie, in der die Bürger zu ohnmächtigen Textjunkies degradiert sind, aber auch eine zarte Liebesgeschichte.«

    (Katrin Hillgruber, Deutschlandfunk)
  • »Den Konsum dieses Lesestoffes kann man nur empfehlen!«

    (Anke Wittkopp, Stadtkind Hannovermagazin)
  • »›Mova‹ legt die Machtstrukturen autoritärer Systeme und vermeintlich inhaltsleerer Konsumgesellschaften gleichermaßen bloß, und zwar mit den Mitteln der Popliteratur […] Das Spiel mit den Zeichen wird nicht zuletzt auch durch die im Buch eingestreuten, den Inhalt illustrierenden, comichaften Zeichnungen explizit veranschaulicht. […] Ein aberwitziges Trommelfeuer aus absurden Einfällen und unerwarteten Wendungen […]«

    (Manfred Roth, literaturkritik.de)
  • »Mit ›Mova‹ ist dem weißrussischen Autor nun eine geniale Parabel im intelligenten Anarcho-SciFi-Gewand geglückt, wie man sie in Deutschland nur Dietmar Dath zutrauen würde. Wären Bücher eine Droge, gehörte dieses verboten. Zu hohes Suchtpotenzial. Und nichts weniger als Weltliteratur.«

    (Hendrik Heisterberg, Galore)
  • »Aus der Sicht eines Junkies und eines Dealers erzählt, ist ›Mova‹ ein irrer literarischer Spaß, zugleich aber auch Krimi, Groteske, Science Fiction – und ein (heute noch legaler) Rausch aus Buchstaben und Wörtern. Sprachphilosophie als Droge: doch, das gibt es! Probieren Sie ruhig einmal.«

    (Jörn Pinnow, Literaturkurier)
  • »[...] ein kluges Buch, mit viel Witz und Tempo. Und als der Drogenkrieg im Verlauf des Romanes eskaliert, wird es zum packenden Thriller.«

    (Kim Bürgl, mephisto 97.6)
  • »Was wie ein flotter Pop-Roman beginnt, entwickelt sich zur Auseinandersetzung mit einer Kultur und Sprache, die vom Verschwinden bedroht sind.«

    (Eva Halus, OE1 Kulturjournal)
  • »Ein popliterarisches Spiel mit Zitaten und Motiven, das fest im Jetzt verankert ist und doch ein Science-Fiction-Szenario malt, wie es sich entwickeln könnte, wenn eine Sprache und der Besitz dieser Sprache in Buchform verboten wäre – das ist originell wie beängstigend! Angesichts derzeitiger politischer Entwicklungen wirkt Martinowitschs Roman so hellsichtig und bitterböse, dass dem Leser manch ein Schmunzeln angesichts scheinbar absurder Visionen gefriert.«

    (Anne Hahn, Kulturexpresso)
  • »›Mova‹, […] ist aber mehr als eine rasant geschriebene, grimmige Dystopie, die Anklänge an ›1984‹ (die Zerstörung der Vergangenheit) und ›Fahrenheit 451‹ (Bücherverfolgung) nicht verleugnet. Er spielt im Jahr 2044, in einer Zukunft, in der Familie und Liebe als ›überholte Konzepte‹ gelten und ›spirituelle Bedürfnisse‹ durch Konsum und Werbung gedeckt werden. ›Mova‹ ist aber auch eine Hommage an die weissrussische Sprache, Literatur, Kultur.«

    (Martin Ebel, Tages-Anzeiger)
  • »›Mova‹, das auf Weissrussisch ›Sprache‹ bedeutet, ist temporeich geschrieben. Immer wieder müssen Rätsel gelöst werden. Das Buch macht ähnlich süchtig wie die Droge selbst. […] Für die einen ist es einfach ein Buch über eine verbotene Droge, für die anderen ist es ein Buch über den Verlust von Zusammengehörigkeitsgefühl und Sprachkultur.«

    (Marina Bolzli, Berner Zeitung)
  • »Ein intensives, dicht gewobenes Buch, temporeich und mit schnellen Schnitten, das sich - wie schon Martinowitschs 1. auf Deutsch erschienener Roman ›Paranoia‹ [...] - stellenweise beklemmend liest, dann aber auch wieder unterhaltsam und absurd-komisch ist.«

    (Dorothea Trottenberg, ekz.bibliotheksservice)
  • »Ein gallig-sarkastisches Feuerwerk, dessen ›nichtsubstanzielles Psychotropikum‹ in Form längst vergessener Verse aus einer verbotenen Sprache aufgrund ihrer ungeahnten Metaebene jeden LSD-Trip verblassen lässt…«

    (Lars Albat, choices)
  • »Wie man sich von Literatur berauschen lassen kann und mit ihr für eine Weile der Realität entkommt, beschreibt Martinowitsch eigenwillig und spannend. Seine Sätze sind von unverwechselbarer Intensität. […] In Mova ist man der Macht der Worte auf der Spur durch regennasse Straßen, laute Bars und Gedanken-Flashs, immer auf der Flucht vor den Zwängen des totalitären Doppelstaates und der gähnenden Leere grauer Plattenbausiedlungen. Neo-Popkultur trifft Gesellschaftskritik und das Ganze macht Spaß wie ein Solikonzert, auf dem man unverhofft alte Bekannte trifft und wo sich, wie manches Mal im Nachtleben, Überzeugungen und Rauschzustände zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen.«

    (August Werner, strassenfeger)
  • »Nach dem beeindruckenden Romandebüt ›Paranoia‹ ist Viktor Martinowitsch mit ›Mova‹ erneut ein großer Wurf gelungen. Die sprachliche Wucht und der Ideenreichtum des Autors entfalten eine Wirkung, der man sich kaum entziehen kann. So gerät die Lektüre zum faszinierenden literarischen Trip.«

    (Moses Fendel, WDR 3)

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