Buchempfehlung und Sonntagsarbeit 

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Ich bin die derzeitige Praktikantin bei Voland & Quist, seit nunmehr einer Woche verstärke ich das Büro in Dresden.

Donnerstag landet eine E-Mail auf meinem Tisch. Ein Interessent kann sich ob der Auswahl auf unserer Homepage nicht für ein Buch entscheiden und wünscht sich deswegen eine Empfehlung von mir. Privat hat man ja schnell mal was getippt, jetzt wo ich mich offiziell für den Verlag äußern soll, kämpfe ich plötzlich mit jeder kleinen Formulierung. Schließlich schreibe ich ihm kleine Rezensionen zu Surfpoeten, Spider und Popovi? und schicke das ganze noch kurz vor Feierabend am Freitag ab.

Sonntag geht es zur Bardinale Literaturmeile. Kurz bevor wir aufbrechen gelingt es mir, beim Versuch eine Fliege zu erlegen, mir meinen Kaffee überzukippen. Unseren kleinen Stand befördern wir zu Fuß zum Albertplatz, wir stehen uns knappe 3 Stunden die Beine in den Bauch. Windböen demontieren uns immer wieder die Auslage, es ist finster und sieht nach Regen aus und die Dresdner Bevölkerung lässt sich kaum blicken. Ich friere ziemlich in meiner nassen Kleidung, werde aber von den Geburtstagsfeierlichkeiten zu Ehren Leifs abgelenkt. Es gibt Kuchen, Süßigkeiten und Bier. Am Ende des Tages haben wir kein einziges Buch verkauft, dem Nachbarstand und augenscheinlich auch den übrigen Ausstellern ging es genauso.

Montag meldet sich der Kunde von der Bücherempfehlung wieder. Er bedankt sich nett und verspricht alle Bücher zu kaufen. Tatsächlich hab ich am Nachmittag die Bestellung auf dem Tisch.

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