Droemer Knaur steigt in den eBook-Markt ein 

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Vorgestern ging die Meldung durch die Branchenpresse: der Verlag Droemer Knaur bringt seine Spitzentitel ab Herbst auch als eBooks zum Download heraus. Kostenpflichtig, aber preiswerter als die entsprechenden Printausgaben. (Allerdings nur als kopiergeschütztes pdf, ausdrucken kann man auch nicht.) Damit sind sie meines Wissens der erste große deutschsprachige Publikumsverlag, der diesen Weg einschlägt.

Das Literaturcafé hat getestet und ein paar Schwächen entdeckt. Und (zu Recht) die Beschränkung auf das ungeeignete eBookformat pdf kritisiert. Ich vermute aber, dass es beim Verlag vor allem darum geht, einen ersten Schritt in den eBook-Markt zu tun. Ich denke auch den Verantwortlichen wird klar sein, dass pdfs nicht das beste Dateiformat für digitale Bücher sind. Wer möchte schon Romane am PC lesen? Aber sobald ein paar eBook-Reader auf dem Markt und halbwegs verbreitet sind, wird Droemer Knaur sicherlich auch die entsprechenden Formate zum Download anbieten und hat dann schon die Technik und ein paar Erfahrungen mehr.

Darauf deutet auch dieses gerade gefundene Interview mit dem Geschäftsführer Ralf Müller hin (via Publishing-Business-Blog). Ganz richtig bemerkt Müller auch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis amazon den Kindle und Sony oder Apple ihre eBook-Reader »für alle« auf den Markt bringen.

2 Kommentare:

  1. also ich freue mich zu sehen, dass von allen seiten bewegung in den e-book-markt kommt. und dass unser konzept bestätigt wird. ihr schreibt es selbst: pdf kann nicht das maß der dinge sein, dafür ist das format zu unflexibel. aber auf kindle & co müssen wir trotzdem nicht warten. es gibt eine menge handhabbare lesegeräte auf dem markt. wobei das nicht immer dedizierte e-book-reader sein müssen. das iphone z.b. eignet sich hervorragend zum lesen. nurhat bisher keiner das richtige format für das gerät gebracht (schaut mal bei der readbox rein). am ende wird der erfolg des e-books vor allem davon abhängen, wie gut die branche das vielfältige angebot an endgeräten und formaten bedient. eigentlich eine typische „long tail“-story … *den* e-book-standard sehe ich (noch lange) nicht.viele grüße (und sorry für die lange zeit des nicht-meldens … werd ich in den nächsten tagen ändern)

    21. Juni 2008 | 02:06 
  2. ja, die verlagsbranche bewegt sich doch recht gut in letzter zeit. es stimmt, da passiert viel. und dass pdf nicht das maß der dinge ist, war ja von anfang an klar. was aber den long tail betrifft: ich denke trotzdem, dass richtige ebook-reader bei weitem den größten marktanteil haben werden, bei handys sind die displays bspw. einfach zu klein. formate dafür sind aber sicherlich ein long-tail-thema.

    aber was der einstieg von amazon und/oder apple in den ebookreader-markt bedeuten wird, kann man sich ja denken …

    21. Juni 2008 | 10:07 

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