Als eines Morgens ein schier monströser, bis tief in die Wolkendecke ragender Kran in seinem Vorgarten steht, wird das Leben von Herrn Faber auf den Kopf gestellt. So ein Kran kann doch nicht einfach in seinem geliebten Blumenbeet abgestellt werden! Der verwitwete Rentner macht sich auf die Suche nach dem Besitzer des riesigen Ungetüms und lernt skurrile Menschen kennen: Den dubiosen Schuster ohne eigene Schuhe, die geheimnisvolle Bertha Blechbüchse, den Gelehrten Kubilay Kugelkopf oder die im Regen schmelzende Konditormeisterin Zusa Zuckerguss. Und sie alle erzählen ihm, dass sie zwar keinen Kran, dafür aber durchaus andere Dinge vermissen. Nach einigen Tagen beschließt Herr Faber den stählernen Koloss zu besteigen und macht sich samt Kletterausrüstung und Bockwürstchen auf eine waghalsige Expedition. Er ahnt schon bald: Hüte und Regenschirme lassen sich mit ein wenig Geschick zurückbringen, doch mit Dingen wie Liebe oder Heimat verhält es sich schwieriger …

Patrick Salmen erzählt in seinem ersten Kinderbuch vom Vermissen und Wiederfinden, von den Widrigkeiten des Alters und der hohen Kunst des Mittagsschlafes.

Stimmen

»Der gelbe Kranich« ist ein ganz bezauberndes Buch, ein Plädoyer dafür, seine Komfortzone zu verlassen. [...] [Die Illustrationen sind] charmant, altmodisch [...] und sehr fantasievoll.

Nadine Kreuzahler, rbb Inforadio

Schrullig wie absichtlich altmodisch, aber richtig liebenswert [...].

Anne-Catherine Simon, Die Presse