Überall, wo wir Schatten warfen

Gedichte

Titel der edition AZUR

Die Gedichte von Ingrid Mylo siedeln dort, wo die Worte verdunkeln und Erinnerungen flüchtig werden: in der blauen Stunde. Still ist es in ihnen. Man kann hören, wie die Geräusche Bedeutung ansetzen und die Zeit, die es nicht gibt, hinter den Tagen zu rieseln beginnt. Wenn unser Denken nicht weiter weiß, wenn sich unter all den vielen Worten keines findet, das alles erklärt, rettet nur die konkrete Welt: der Duft aus Sandelholz, Holunder an einer Bushaltestelle, eine Mirabelle, die die Melancholie auf der Zunge löst. Mit »Überall, wo wir Schatten warfen« legt Ingrid Mylo – die Flaneurin der deutschen Gegenwartsliteratur – nach vier Bänden mit Kurzprosa ein starkes Lyrikdebüt vor: Gedichte zwischen Vernunft und Unvernunft, zwischen Logik und Zufall, Traum und Wachzustand. Immer in der Schwebe – doch alles andere als unentschieden.

In ihrer großartigen Anschaulichkeit bergen diese Gedichte gleichzeitig Philosophie. Das macht sie im Panorama der gegenwärtigen deutschen Lyrik besonders.

Eberhard Geisler, Frankfurter Rundschau
John Sauter

Titel der edition AZUR John Sauter erzählt von Städten und Landschaften, die ins Vergessene driften. Er tigert über Abraumhalden, Deponien, den Schrott und Müll einer Zivilisation, die nichts mehr wissen will von ihren angefangenen, abgebrochenen Provinzen. Doch auch die können Heimat sein. Denn es gibt hier nicht nur Tristesse, Gewalt und Sprachlosigkeit – sondern auch

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    Buch 20.00 EUR
    Gedichte
    Klappenbroschur
    120 Seiten
    1. April 2021
    Titel der edition AZUR