Nancy Hünger hat ein atmosphärisch dichtes, zärtliches und heftiges Buch geschrieben, das die Möglichkeiten eines anderen als abwehrenden Sprechens über Scham und Schmerz sucht, nach Möglichkeiten, Fremdheit und Aggression, die eigene und die des anderen, anders auszuhalten im Modus von Abwehr und Wut.
Beate Tröger, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Poetisch und intelligent erzählt Nancy Hünger [in 'Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu'], warum es diese toxische Beziehung am Ende dennoch schafft.
Romy Gehrke, MDR Fernsehen
Ein Werk, das Liebe, Sprache, Gewalt,Distanz und Fürsorge meisterhaft umkreist, ein Epos in kleinster Form, ein Juwel.
Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse
Das Buch lebt von seiner genauen Struktur. Nancy Hünger arbeitet auf gleich drei Ebenen: Ihre Erzählerin beobachtet sich selbst, den neuen Partner und die gemeinsame Beziehung.
Nico Bleutge, Deutschlandfunk "Büchermarkt"
Man spürt in jedem Satz die Kunst zur Verdichtung.
Linn Penelope Rieger, Podcast "Wasser und Buch"
[...] lauter Sätze, die es in sich haben, die uns treffen und betreffen, die lange nachhallen. Sie sprechen von jahrhundertealten Tränen und sie erzeugen, gänzlich kitschbefreit, auch solche. So unmöglich es erscheint: Liebe bleibt darin eine Möglichkeit.
Michael Helbing, Thüringer Allgemeine
Dieser Blick auf die Liebe ist somit ein zutiefst ehrlicher. Und zugleich haben wir es mit famoser Kunstprosa zu tun, bildreich und ergreifend in jeder Silbe.
Björn Hayer, Die Rheinpfalz
Es ist eine ganz eigene, sehr verdichtete poetische Prosa. Vor allem vermag sie das, was sich in den Köpfen abspielt, in markanten Sprachbildern sichtbar zu machen.
Tomas Gärtner, Dresdner Neueste Nachrichten
Zwischen Anziehung und Abstoßung spürt Nancy Hünger hier den subkutanen Kräften einer Liebesbeziehung nach. Wie poetische Seismographie.
Ludwig Lohmann, Podcast blauschwarzberlin
Das Beeindruckende ist nicht nur, was erzählt wird, sondern wie. Jeder Satz wirkt geschliffen, jedes Wort trägt Gewicht. Es ist, als würde man ein Kunstwerk betrachten, das bei jedem Hinsehen neue Details preisgibt.
Nancy Vollbrecht, @landfux.boox
Hünger wählt eine besondere Form für ihr Werk: So findet sich auf jeder Seite nur ein kurzer Text, der ein wenig auch wie ein lyrischer Text anmutet und intensiver wirkt, als fortlaufende Prosa.
Empfehlung für diese besondere Liebesgeschichte!
Marina Büttner, @marina.literaturleuchtet
Hünger findet perfekte und bewegende Worte gerade für eine Liebe, die bereits länger dauert und die sich vielleicht im freien Fall befindet, die sich abarbeitet an zu engen Geschlechterrollen, an internalisierter Misogynie und die schon eine Vergangenheit hinter sich hat. [...] Für mich war „Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu“ eine absolut zeitgemäße und aktuelle Lektüre, die mich auf allen Ebenen und in jeder Hinsicht komplett begeistert hat. [...] Sozusagen ein emotionaler Volltreffer mitten ins Herz.
Dano Senger, @lust_auf_literatur
Ein gelungenes Romandebüt über Rollenbilder, Nähe, (Ohn-)macht und über Zärtlichkeit, die auch Narben hinterlässt. Kein Trost, eher ein Echo. Dieses poetische Kammerspiel hält Unausgesprochenes aus und zeigt, wie alles zusammenhängt, ohne ein vollständiges Bild zu zeichnen und bietet damit Raum für eigene Schlüsse und Diskussionen in Lesekreisen. Nur wer sich traut, die Pausen zu hören, versteht die ganze Melodie. Dieses atmosphärisch dichte, vielschichtige Meisterwerk von Nancy Hünger lässt uns im besten Sinne sprachlos zurück.
@vierlesen
Nancy Hünger geht es in ihrem Roman aber nicht darum, Missstände aufzudecken. Sie führt mir vor Augen, dass der Missstand im Kleinen zu finden ist, dass wir in Traditionen sozialisiert werden, die die Formen männlicher Gewalt eindeutig begünstigen. Genau darin liegt die Stärke dieser Liebesgeschichte. Sie spiegelt, was überall passiert und tut dies in einer Sprache, die nicht analysiert, sondern Gefühle, Gedanken spiegelt.
Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch
Die beiden Protagonist*innen wollen am Strand ihr verlorengeglaubtes Glück wiederfinden, schauen zusammen in die „BRUCHLOSE FERNE“, bis sie es wagen, dem Meer ihre Rücken zuzudrehen und vielleicht Frieden miteinander zu finden. Wir drehen dem Meer unsere Rücken zu ist ein poetischer, harter, atemloser Text, der sich zügig lesen lässt, aber lange in Erinnerung bleibt.
Annika Depping, Literaturmagazin Bremen