Die Spieler —  Edo  Popović
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/ Edo Popović
Die Spieler

Aus dem Kroatischen von Alida Bremer

Der Außenseiter Boris gerät unter Verdacht, einen Angriff auf die amerikanische Botschaft in Zagreb vorbereitet zu haben. Mladen Folo, unfreiwilliger Chef der dubiosen Abteilung für Kulturterrorismus, der Sensationsjournalist Dragoner und der Polizeispitzel Märzhase verwickeln ihn in ein Netz aus Politik, Polizei und Medien. Später wird der Märzhase tot in einer Kneipentoilette aufgefunden, doch die Polizei zeigt kein Interesse an dem Fall. Folo lernt die Stripperin Žana kennen, die einen Brief hat, den ihr Märzhase hinterließ. Das weckt Folos Neugier, und seine Recherchen führen ihn tief in das kriminelle Milieu Zagrebs …

»Die Spieler« ist ein Anti-Krimi über eine korrupte Gesellschaft, geprägt durch Popovićs spannende und humorvolle Erzählweise. Die Realität hat den Roman jedoch eingeholt: Die jüngsten Mafia-Morde in Kroatien spielten sich nach dem prophetischen Szenario der »Die Spieler« ab.

In der Reihe Sonar veröffentlicht Voland & Quist die Stimmen des jungen, urbanen Süd-Osteuropas.

Pressestimmen

  • »Das Ganze ist so spannend wie tragikomisch, dass ich mich frage, wie viel davon real ist und wie viel Edo Popović in diesem Sumpf recherchiert hat, und mir jedes Mal angst und bange um den Schriftsteller wird, der diese dunklen Geschichten so hell erzählt.«

    (Clemens Meyer, Welt am Sonntag)
  • »Mit der ihm eigenen Schnoddrigkeit, seinem ausgeprägten Sinn für die tragikomischen Seiten des Lebens und einer feinen Grautonzeichnung seiner Helden ist Popović dabei ein Meisterwerk unaufdringlicher Gesellschaftskritik gelungen.«

    (Martin Sander, Deutschlandradio Kultur)
  • »In seinem unverwechselbar lässigen Erzählton teilt Edo Popović mit Witz und Tücke nach allen Seiten aus.«

    (Judith Leister, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • »Es grenzt schon an ein Kunststück, wie Popović seine Figuren, oft im umgangssprachlichen Ton, vorführt oder in sie hineinhört – direkt, überhöht, lakonisch, rasant und witzig. Aber auch zum Fürchten ist das, was man da liest und wohl typisch für eine Gesellschaft, die sich nach Ende des Sozialismus und des Krieges neu formieren muss. ›Dirty Realism‹ (dreckiger Realismus) ist der Begriff, der gern auf den kroatischen Schriftsteller angewandt wird.«

    (Berliner Morgenpost)
  • »In ›Die Spieler‹ entwirft Popović ein Zagreber Panoptikum von Politikern, Polizeibeamten, ehemaligen Militärs und Gaunern, die sich alle gegenseitig bekämpfen. Dieses Buch ist so schnell, unübersichtlich und chaotisch wie die Postmoderne selbst.«

    (Florian Schmid, rbb)
  • »[…]ein ebenso spannender, wie komplexer und einleuchtender, mit ruhiger Präzision vorgetragener Plot.«

    (Frank Schäfer, Rolling Stone)
  • »Edo Popović zeichnet in ›Die Spieler‹ ein finsteres Bild seiner Heimat. Seine Wut über die Verhältnisse ist spürbar, doch sie macht ihn nicht zum moralisierenden Schwarz-Weiß-Maler. Im Gegenteil: Popović … ist ein besonnener Erzähler. Er zeichnet seine Figuren derart differenziert und oft auch humorvoll, dass man ihnen tief hinein in die Abgründe ihres Lebens folgt.«

    (Nadine Lange, Tagesspiegel)
  • »Es ist nicht nur ein rasantes Buch. Es ist rotzig, witzig, kultig … ›Die Spieler‹ ist großartig!«

    (MDR Sputnik)
  • »Der beste kroatische Gegenwartsautor beleuchtet ironisch mafiöse Strukturen.«

    (Die Wienerin)
  • »Popović hat mit ›Die Spieler‹ einen astreinen Balkan-Krimi geschrieben, der sich sprachlich gewaltig in die Höhe spielt. Hier fließen Gedichte und Gedanken auf höchstem Niveau ein … Die Sogwirkung ist fantastisch, ein Autor im Wortrausch, ein Zocker, der das Spiel längst durchblickt hat.«

    (Martin G. Wanko, Vorarlberger Nachrichten)
  • »›Die Spieler‹ ist ein Roman mit viel Empathie für alle die, die ›im Krieg nicht besonders gut davongekommen sind‹, ein Sittenbild und ein Thriller aus dem demokratischen Kroatien, in dem Politik immer noch Ähnlichkeit mit dem Geschehen am Roulettetisch hat. Die Null gewinnt immer.«

    (Neue Zürcher Zeitung)
  • »Mit viel sprachlichem Geschick versteht es Popović, ohne moralischen Fingerzeig seine Leser in die kleinen und großen Kämpfe dieser korrupten Gesellschaft hineinzuziehen … Popović wird nie pathetisch, sondern – das ist das Großartige an diesem Buch – entlarvt satirisch eine Nachkriegsgesellschaft, in der die Menschen nur noch eines wollen: gut leben. Egal auf wessen Kosten.«

    (StadtRevue Köln)
  • »Edo Popović ist zweifellos das Aushängeschild der kroatischen Literatur.«

    (Sonntag-Aktuell)
  • »Popović ist ein Gesellschaftskritiker, dessen Empörung über die heimatlichen Verhältnisse deutlich spürbar ist, der aber dennoch mit feiner Klinge und Humor erzählt und somit ein wesentlicher Vertreter der modernen kroatischen Literatur ist.«

    (Rudolf Kraus, Die Berliner Literaturkritik)

Leseproben


 

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