Gelati! Gelati!

99 Miniaturen

Die literarische Miniatur ist, wie ihr Name schon sagt, klein. Dennoch ist ihr Herz so groß, dass es allerhand aufzunehmen versteht. Ein bei Nacht schwarz die Hafenmauer hochleckendes Meer, zum Beispiel, oder traurig dumme Duschgesänge, eine menschenfressende Couch, nachmittäglich stehengebliebene Musikschuluhren und Trauben, die weich sind wie der Mond.


Aber der Reihe nach! Martin Lechner und Tobias Premper haben gemeinsam kurze Geschichten geschrieben. Auslöser waren störrisch steckengebliebene Texte, Fundstücke aus dem Satzteillager oder noch völlig ungekochte Notizen. Gemacht werden durfte damit nichts weniger als alles. Das ergab ein wildes Textetennis, in dessen Hinundhergesause die Frage der Urheberschaft zusehends verwischte. Am Ende war es gleichgültig, wer welche Sätze, Worte oder Buchstaben gestiftet hatte.


»Gelati! Gelati!« versammelt insgesamt 99 Miniaturen: 33 gemeinsam verfasste und jeweils 33 von Martin Lechner und 33 von Tobias Premper.

Mit einem Nachwort von Georg Klein.

Stimmen

Es ist schwierig, über ein Buch zu schreiben, das man so richtig klasse findet, im Grunde müsste der Ausruf »Super!« genügen kombiniert mit dem Befehl: »Lesen!«. Minimalistisch gewissermaßen.

Jan Kuhlbrodt, piqd

Wie soll man eine Inhaltsangabe bei so einem großartigen Miniaturen-Reigen schreiben? Das Buch muß erlebt und gelesen werden. Es begeistert, unterhält und bringt einen immer wieder zum Lachen.

Hauke Harder, Buchhandlung Almut Schmidt, Kiel

Diese Miniaturen scheinen allesamt aus einem Niemandsland kommend und in ein Niemandsland hinein führend. Und gerade deshalb sind sie so schön, so sehr dem Leben (in seiner Rätselhaftigkeit) verwandt und ohne Schrecken, auch wenn sie (teilweise) im wahrsten Sinne schrecklich sind.

www.paganinisberlin.de

»Gelati! Gelati!« macht einen Riesen-Spaß. Es ist schlau und lustig, einfallsreich und skurril, leicht und schwer, überraschend und frech, voller Fantasie, Sprach-Können und Sprach-Suche.

Ulrike Schrimpf, Buchbloggerin

Man stutzt und sinnt nach. Gerade in ihrer knappen Form stellen die ›Miniaturen‹ existentielle Fragen, nach dem Ich-Sein, nach der Sinnhaftigkeit von Aufgaben.

Lothar Haas, Cellesche Zeitung

[die] Miniaturen umspülen den Geist ein ums andere Mal auf vortreffliche Art und Weise. Kurz und knapp, präzise, auf den Punkt. Die hohe Kunst des Weglassens wird mit »Gelati! Gelati!« gekrönt.

Karsten Koblo, aus-erlesen.de