Zwischen Albtraum und Utopie bewegen sich die Gedichte und rhythmisierten Fließ-Texte in »Geister«. John Sauter a.k.a. Johnny Katharsis ist nicht nur als Rapper über die Grenzen seiner Heimatstadt Leipzig hinaus bekannt, sondern seit seinem Debüt »Zone« (2021) auch als Dichter. Sein Ich wandert durch ein weg bröckelndes Habitat – Verschüttungen, Tunnel, Bruch- und Brach-Zonen. Und so wie seine Umgebung dem Verschwinden anheimfällt und Vergangenes an Kontur verliert, gleitet auch er in die Geisterwelt über. Sauter ist der Dokumentarist einer zerrütteten Innerlichkeit, mit einem feinen Gespür für die Risse in unserer Gesellschaft.

Stimmen

Sauter hat diesen Blick fürs Traumhafte, nicht Alltägliche, die seltsame Situation, die auch davon erzählt, wie verloren sich Menschen fühlen in einer für sie unübersichtlich gewordenen Welt.

Ralf Julke, l-iz

Hier spricht ein Ich, das Verletzlichkeit zulässt und zeigt. Es gibt keine Ironie in diesen Texten, die Distanz schaffen könnte. […] Man ist immer ganz dicht dran an der sprechenden Figur.

Martina Hefter, Unter Büchern

Schade, dass Jörg Fauser nicht mehr lebt. Ihm hätten Sauters Texte sicher auch so gut gefallen wie mir.

Ludwig Lohmann, Blau-Schwarz-Berlin Podcast

Ein junger Mann bewegt sich suchend und manchmal auch findend zwischen Euphorie und Unglück

Bettina Baltschev

mmer wieder entdeckt man etwas Neues, immer wieder überraschen Wendungen, Anspielungen und kleine Details, die das Lesen wie die Suche nach Gegenständen in einem Wimmelbild machen.

Alexander Schwab