Ivana Sajko führt uns in einen Krieg zwischen Küche und Schlafzimmer: Er, ein arbeitsloser Humanist, versucht die Welt zu verändern und einen Liebesroman zu schreiben. Sie, eine passable Schauspielerin, hat den sicheren Job im Theater gekündigt und kümmert sich um das gemeinsame Kind. Er ist berauscht, sie ist besorgt. Beide kreisen sie umeinander und dem Abgrund entgegen.

»Als ich Ivana Sajko das erste Mal traf und ihre Texte hörte und las, wusste ich sofort, das ist was Besonderes. Da spürte ich die Kraft ihrer Sprache, die Schmerzen der Liebe und des Krieges, und ich war getroffen von diesem klaren und poetischen Sajko-Sound.«

Clemens Meyer

  • Liebesroman
    ebook 9.99 EUR
    ePub
    Aus dem Kroatischen von Alida Bremer
    11. Oktober 2017
    9783863911898
    9783863911898
    Ausgezeichnet mit dem Internationalen Literaturpreis 2018 des Hauses der Kulturen der Welt

Es ist dies ein Sound, der von politischen und ökonomischen Leerstellen erzählt, die die Menschen in Bulgarien, Rumänien, Ungarn und den ehemals jugoslawischen Staaten bis heute spüren. [...] Ivana Sajko erzählt in bestürzenden Szenen davon.

Jörg Schieke, MDR Kultur

Wir identifizieren uns und erkennen: So oder so ähnlich entgleiten uns allen manchmal die Dinge - Kommunikation, Ideale, Liebe. Wunderbar ist die schlichte, knackige Sprache des Buches, die laut hasst - und leise versöhnt [...] Dieser zwischenmenschliche Zauber, der abhanden gekommen ist, oder zumindest vergessen wurde, vor allem aber: vergiftet vom Übel ›da draußen‹. Kraftvoll und intensiv feiert Ivana Sajko diesen traurigen Umstand. Das ist unbedingt lesenswert.

Juliane Bergmann, NDR Kultur

Ein Trauerspiel, perfekt in Szene gesetzt.

literaturpalast, instagram

Atemlos, mit wenig Punkt und Komma. Ihre Helden: ein namenloses Paar in einem mediterranen Nirgendwo, einander in Hass zugetan. Ein harter, großer Roman.

Neue Presse

Ich bin wirklich (Verzeihen Sie den Ausdruck) geflasht. Was für ein unglaublich toller Roman. Diese Sprache! (Auch ein großes Lob der Übersetzerin!) Danke, dass Sie dieses Buch verlegen und vor allem in dieser schönen Ausstattung, es ist auch optisch ein Genuss!

Katja Schneider, stories! Die Buchhandlung

Mit großer sprachlicher Intensität schildert Ivana Sajko diese Beziehung. [...] Ein wirklich außergewöhnliches Buch, beklemmend und fesselnd.

Cornelia Wolter, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Ein wirklich schönes Schmerzensbuch.

Tomo Pavlovic, Stuttgarter Zeitung

Am Ende ihres großartigen Romans erfindet die Autorin ihren Helden ein Wunder. Und wir, die Leser, verstehen: Es ist ein Signal, das Zeichen zum Aufstand, so aussichtslos dieser Aufstand auch sein mag.

MDR Kultur

Sajko gelingt es in dem – meisterlich übersetzten – Roman, das ganze Elend der Gesellschaft aus zwei Menschen heraus zu erzählen. Man kann lesen, wie Gefühle entstehen, sich verstärken, mit Gedanken vermischen, wie sie falsch werden und absterben. [...] Es ist nicht der romantischste Liebesroman, aber doch einer der ganz wenigen wahrhaftigen.

Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau

Wie erdrückend die nicht endenden Missverständnisse sind, wie erlösend eine Pause wäre: All das muss Ivana Sajko [...] keinen Erzähler sagen lassen, die Sprache selbst verrät es: mit dem Tempo dieses Textes, mit einer unglaublichen Dynamik, die beim Lesen fasziniert und im Leben erschöpft.

Marie Schoeß, Bayern 2

Ivana Sajko zeigt in ihrem ›Liebesroman‹ viel Innenschau, aber auch virtuos ein Leben zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

Sarah Legler, Buchkultur

Ein furioses Buch.

Janina Fleischer, Leipziger Volkszeitung

Die Erzählung von Liebesroman setzt da ein, wo laut Tucholsky ›abjeblendt‹ wird. In der Zeit nach dem ›Happy End‹, das zwei Menschen zueinander geführt hat.

Christa Nebenführ, der Standard

Mit ihrem Liebesroman hat Ivana Sajko erneut einen Roman geschrieben, der wie nur wenige den Nerv der Zeit trifft, frei von sich selbst bespiegelndem Subjektivismus und Larmoyanz.

Tomas Fitzel ,SR 2

Sajko erzählt die Geschichte vom Künstlerpaar in seitenlangen, beinahe aggressiv anmutenden und wunderbar ins Deutsche gebrachten Sätzen. Stellenweise nimmt der Roman essayistische Züge an und verwandelt sich in eine kluge Analyse, die zwar von kroatischen Verhältnissen ausgeht, aber auch viel über hiesige Zustände erzählt.

Katharina Bendixen, :logbuch, Kreuzer
Olja Savičević

Dürfen Frauen sich Sklaven halten? Kommt man per Bobbycar nach Australien? Kann man eine SMS in die Zukunft schicken? Warum halten sich in London ein Weißer und ein Schwarzer an den Händen? Wie wird man ein Mondstrahl? Olja Savičević fragt mit ihren Geschichten nach Menschen in ungewöhnlichen Situationen, in entscheidenden Momenten, im Ungleichgewicht, am Rande

  • Augustschnee
    Buch 17.90 EUR
    Erzählungen
    gebunden
    128 Seiten
    40 min Spielzeit
    1. März 2008
  • Augustschnee
    ebook 6.99 EUR
    ePub
    1. März 2008
Olja Savičević

Dada kehrt in ihren Heimatort zurück, um herauszufinden, warum sich ihr Bruder Daniel umgebracht hat. Von der Familie sind nur ihre Mutter und ältere Schwester übrig, die seinen Tod nie überwunden haben. Mit ihren Nachforschungen weckt Dada Erinnerungen an die Kindheit, an die Westernfilme, deren Helden Daniel und sie verehrten, an die Kämpfe zwischen Indianern

  • Lebt wohl, Cowboys
    Buch 19.90 EUR
    gebunden
    224 Seiten
    25. Februar 2011
  • Lebt wohl, Cowboys
    ebook 8.99 EUR
    ePub
    25. Februar 2011