Minsk, Sommer 2020: Während auf den Straßen Massenproteste gegen Lukaschenkos Regime toben, beginnt Matwej im Theater die Proben zu einem Stück über den Inquisitionsprozess gegen Jeanne d’Arc. Als plötzlich seine ehemalige Lehrerin inhaftiert wird und ihr Kater Heidegger zu verhungern droht, erklärt Matwej sich bereit, Heidegger zu retten. Dabei stolpert er unverschuldet zwischen die Fronten von Protestierenden und Staatsmacht. Unterwegs begegnet er der menschgewordenen Revolution in Form der Punk-Poetin Lady Di. Ihr Mittel des Widerstands? Worte.

Ein bewegender Roman über die Kraft der Sprache und den Versuch, im Angesicht der Unterdrückung Mensch zu bleiben.

  • Das Gute siegt
    ebook 17.99 EUR
    Roman
    epub, 368 S.
    6. Oktober 2025
    9783863914561
    9783863914561

Es ist ein Rausch, der uns zu den Ursprüngen menschlicher Existenz wirbelt, wo es um Gut und Böse, Gott und Teufel, und um Leben und Tod geht.

Ingo Petz, neues deutschland, über »Revolution«

Viktor Martinowitsch gibt tiefe Einblicke in das Arsenal technischer und bürokratischer Waffen des Lukaschenko-Regimes. Er erzählt von Schauprozessen und der grotesken Propaganda im staatlichen Fernsehen, von den psychologischen Folgen der Haft und omnipräsenter Bedrohung und von nächtlichen Gesprächen in Minsker Kneipen und Taxis, bei denen man nie weiß, ob das Gegenüber nicht doch ein Spitzel ist. Seine Geschichte führt vor, dass nicht der offensive Kampf gegen die staatliche Repression, sondern alltägliche zwischenmenschliche Widerstandsakte effektiver sind, damit das Gute am Ende siegt.

Cornelius Wüllenkemper, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das Gute siegt" ist ein wilder Roman, romantisch und frei – denn die Sprache lässt sich von den Machthabern nicht kontrollieren. Selten wurde so anarchisch, poetisch und beißend, entlarvend und desillusioniert über die Zustände in Belarus geschrieben wie hier. Zwischen den Zeilen jedoch lauert so etwas wie Zuversicht.

Ulrich Rüdenauer, Deutschlandfunk "Büchermarkt"

Martinowitsch übt sich also nicht in abstrakten Schuldzuweisungen oder Widerstandsträumen – er fragt nach den Möglichkeiten, Ängsten und auch Chancen des in der Diktatur gefangenen Menschen. Das ist ernüchternd und sendet doch ermutigende Signale: Zwei Frauenfiguren sind es schließlich, die, eher unheroisch, aber um so glaubhafter, aufbegehren und das übermächtige System unterlaufen.

Jörg Schieke, MDR KULTUR

Dass dieses Buch teilweise nur schwer auszuhalten wäre, liegt auf der Hand, doch Martinowitsch gelingt es, seine Leser*innen auch schmunzeln zu lassen. Vor allem die Nebenrolle Heideggers, des Katers, lässt uns Leser*innen immer wieder lachen und auch der subtile Humor, der zwischen den Zeilen wohnt, machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis, das ich nicht missen möchte.

Stefanie Klamuth, @kaputtzig

Martinowitsch schafft es wahnsinnig gut, diese Atmosphäre des Bedrückenden zu kreieren und Thomas Weiler hat die wirklich besondere Sprache des Autors großartig übertragen. Das Theaterstück, das von einem eher opp0sitionellen Schriftsteller stammt, fließt immer wieder in die Handlung ein und dadurch gewinnt der Text eine wahnsinnige Tiefe und Symbolkraft.

Laila Riedmiller, @not_without_my_books

Und eben ist der neue Roman des Belarussen Viktor Martinowitsch («Das Gute siegt») erschienen, der die Theateraufführung einer zeitgenössischen Johanna-Bearbeitung nutzt, um bitterböse und sehr sarkastisch die aktuelle Situation seines Landes zu beleuchten.

Valeria Heintges, republik.ch
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch

Minsk im Jahr 2044, eine Provinzmetropole im Nordwesten des chinesisch-russischen Unionsstaates. Trotz drakonischer Strafen gelangt immer wieder eine Droge ins Land: Mova. Wer die Mova-Briefchen liest, versteht kaum ein Wort, erlebt aber beglückende Rauschzustände. Chinesische Triaden, belarussische Untergrundkämpfer und die staatliche Suchtmittelkontrolle sind in den Drogenkrieg verstrickt. Oder geht es eigentlich um etwas ganz anderes?

  • Mova
    Buch 25.00 EUR
  • Mova
    ebook 10.99 EUR
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch

Ein totalitäres Regime im Osten Europas. Der junge Schriftsteller Anatoli lebt relativ unbehelligt – bis die geheimnisvolle Jelisaweta in sein Leben tritt, mit der er eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Doch plötzlich ist Jelisaweta spurlos verschwunden und Anatoli wird vom allmächtigen Geheimdienst zum Gespräch gebeten. Einige Verhöre später löst sich die Grenze zwischen vermeintlicher Realität und

  • Paranoia
    Buch 24.90 EUR
    2. Auflage
  • Paranoia
    ebook 10.99 EUR
    2. Auflage
Thomas Weiler (Übersetzer) Viktor Martinowitsch

Dies ist die Beichte von Michail German. Den Namen Viktor Martinowitsch benutzt er nur als beliebiges Pseudonym. Vor Jahren beendete er, aufstrebender Dozent an einer Moskauer Privatuniversität, von einem Tag auf den anderen die Beziehung zu einer Kellnerin, die er eigentlich innig liebte. Was steckt hinter seinem plötzlichen Verschwinden? In diesem Buch offenbart er sein

  • Revolution
    Buch 24.00 EUR
    3. Auflage
  • Revolution
    ebook 12.99 EUR