Parasiti

Alisha Gamisch

Ein Brief sorgt für Aufruhr im Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen – und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten.

Zwischen Novosibirsk der 1960er Jahre und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen.

»Gamischs Erzählkraft trifft wie ein Schlag: Figuren, die sich ins eigene Familiengedächtnis bohren und Antworten fordern.« — Ira Peter

»Alisha Gamisch schreibt mit beeindruckender Intensität gegen das Verdrängen und Verschweigen an.« — Alina Bronsky

  • Parasiti
    Buch 24.00 EUR
    Roman
    gebunden, 240 S.
    9. März 2026
    9783863914660
    9783863914660
  • Parasiti
    ebook 16.99 EUR
    Roman
    epub, 240 S.
    9. März 2026
    9783863914899
    9783863914899
Stimmen

Ob als Kuratorin, Lyrikerin, auf der Bühne oder nun in der Prosa - Alisha Gamisch arbeitet mit der Sprache gegen Fremdzuweisungen.

Corinne Orlowski, Deutschlandfunk Kultur "Lesart"

Alisha Gamisch verknüpft in „Parasiti“ die Perspektiven und Schicksale dreier Frauen-Generationen und nähert sich einem gewaltigen historischen Thema – aber auf eine persönliche und einfühlsame Weise, die beeindruckend ist für ein Romandebüt.

Kristine Harthauer, SWR

Alisha Gamisch ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Feministin. Der Text ist aus der Perspektive von Frauen geschrieben, aber was noch wichtiger ist: Ihre Sichtweise offenbart uns eine Form des Graswurzel-Feminismus, wie er in der UdSSR existierte. Der Roman ist natürlich aus der Lesersicht feministisch, aber er ist auch universell menschlich, denn die Probleme der Frauen sind die Probleme der Menschheit.

Volha Hapeyeva, Literaturportal Bayern

Die Geschichte von Frauen, die zeigt, wie viel schon erreicht wurde. Und wie weit es noch ist. (...) Alisha Gamisch kann einfach fantastisch schreiben.

Ludwig Lohmann, blauschwarzberlin

In gewisser Weise ist Gamischs Buch nun einmal auch eine Geschichte über die diffusen Männer- und Frauenbilder, die noch im 20. Jahrhundert nicht nur im fernen Osten dominierten. Und wer die russische/sowjetische Literatur des späten 20. Jahrhunderts gelesen hat, findet sich in genau dieser Welt wieder.

Ralf Julke, Leipziger Zeitung