BuchBasel

Nun sind schon seit etlichen Tagen die Rollläden der BuchBasel geschlossen, aber ein anschließender Urlaub und das folgende Beräumen des Postkastens haben ihren zeitlichen Tribut gefordert. Bevor die nächste Basel folgt, die ArtBasel, noch ein kleiner Rückblick:

Die Hinfahrt war mehr als umständlich und moralisch desaströs. Erst in der schwachen Mittagsviertelstunde die Abfahrt verpasst und einfach gen München gefahren, bis die Überlegung, ob Umkehren oder einen großen Bogen über Stuttgart fahren, keinen Sinn mehr machte. Ausgelaugt und frustiert über diesen 180 Kilometer Umweg auf dem Rastplatz in die eigentlich nicht zu übersehenden Hinterlassenschaften eines Mitmenschen getreten und jetzt auch noch Post vom Amt mit sämtlich möglichen Strafen (zwei Minuten Bank, Fünfer in die Vereinskasse …).

Zum Glück verlief die dreitägige BuchBasel dann ganz anders. Den anfänglich recht spartanischen Stand hat meine Schwester mit wenigen Mitteln in eine kleine Oase verzaubert, passend zu unserer aktuellen Neuerscheinung Pauschal ins Paradies.

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Ganz unerwartet stand sogleich einer der Autoren der Anthologie am Stand. Jakob Hein war mit dem Comiczeichner Atak (der im Magazin die Kolumne „Zeitzeichner“ schreibt), auf der BuchBasel Comic, um gemeinsam über die „Schwierigkeiten der Visualisierung“ zu sprechen. In insgesamt 7 Minuten oder auch 386 gezeigten Bildern (Ataks Zeiteinheit) konnte ich einen unterhaltsamen Diskurs erleben. Während Atak die Wirklichkeit durch das Zeichnen von Gestalten und Begebenheiten zu beeinflußen glaubt, reicht es Jakob Hein bereits seine Wünsche geschrieben zu haben und kann dann locker auf eine Umsetzung in die Realität verzichten. Ich wäre gerne länger Zuhörer dieses eloquenten und symapthischen Gespanns geblieben, aber ohne Kompagnon, Sebastian war nicht in Basel, hatte ich durchgängig Standdienst.
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Am Stand war es aber auch nicht langweilig. Mit Ingo Starz wurde das zur Frankfurter Buchmesse angestoßene Projekt weiter vorangetrieben. Das Ergebniss wird dann bei der nächsten BuchBasel zu sehen sein. Es folgten Gespräche mit Gritt Philipp und Oliver Zille von der Leipziger Buchmesse über die Leseinsel der Jungen Verlage und den Auftritt Kroatiens in Leipzig 2008. Dazwischen willkommener Branchenplausch mit den Kollegen von Blumenbar, Urs Engler, Kookbooks, Suppose, Menschenversand, Ventil und Nautilus. Gelegentlich einem Abstecher zur Textbox von Timo Brunke und Bas Böttcher, in der eine Reihe mir neuer aber auch bekannte Autoren das Publikum in den Bann zog. Schön und wichtig waren natürlich die Gespräche mit dem Publikum am Strandstand. Noch sind wir ohne Vertretung und Auslieferung in der Schweiz, angesichts der freundlichen Aufnahme sollte und wird sich das aber hoffentlich bald ändern.

Zum Schluss noch ein Bild der innovativen und ständig wechselnden Standgestaltung des Verlages Der gesunde Menschenversand.
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