Nora Gomringer im Gespräch mit Denis Scheck
ARD Druckfrisch
Nora Gomringer im Interview
Karin Beck-Loibl, 3sat kulturzeit
Es ist ein intimes Buch, ein sehr mutiges Buch. Sprachlich getragen von der Souveränität einer staunenden, suchenden, bittenden Kinderstimme. [...] Nora Gomringer gelingt es, mit Wucht und Willen zum Witz gegen das Dramatische, das Tragische anzuschreiben.
Angelika Overath, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Ein Buch über Trauer und Tod, das durch seinen Humor unglaublich zu trösten vermag [...] Voller Wortwitz, Lebensklugheit und Sprachgewalt.
Denis Scheck, WDR 3 Mosaik
›Am Meerschwein übt das Kind den Tod‹ ist trotz seiner oft schweren Themen charmant, frech, manchmal selbstironisch und dann wieder auf eine vergnügliche Weise prunkvoll. Man spürt, wie sehr Nora Gomringer Sprache liebt und wie genau ihr Blick auf die Welt ist.
Franziska Hirsbrunner, SRF
›Am Meerschwein übt das Kind den Tod‹ ist ein im besten Sinne changierendes Buch. Stilistisch zwischen autofiktionaler Prosa und Essayistik. Emotional zwischen Wut, Analytik, Liebe und Verantwortung. [...] ein sprachlich herausragendes, ambivalentes, seelenvolles Zeugnis dessen, was es bedeutet, eine Familie zu sein und seine Eltern zu verlieren, an den Tod, oder an das Schweigen.
Bernhard Heckler, Süddeutsche Zeitung
Nora Gomringer hat ihrer Mutter ein literarisches Denkmal gesetzt, das Familien- und Zeitgeschichte miteinander verbindet, das trotz der ernsten Thematik schelmische Seitenhiebe und Augenzwinkern beinhaltet und die Unausweichlichkeit des Endes in ein ganz eigenes Licht stellt.
Michael Ernst, MDR Kultur »Unter Büchern«
Nora Gomringer im Gespräch zu ›Am Meerschwein übt das Kind den Tod‹.
Andrea Gerk, Deutschlandfunk Kultur "Lesart"
Wie Gomringer neben dem Gefühl der Trauer viel Platz für Witz und Erfahrungsfülle und Lebensbejahung freiräumt, gehört ebenso zu den Stärken dieses Buches wie die Weisheit, das eine nicht als "Gegengewicht" zum anderen zu begreifen.
Daniel Graf, republik.ch
Mit diesem Buch weist sich die bislang vor allem als Lyrikerin bekannte, in der Welt weit herumgekommene Nora Gomringer als großartige Erzählerin aus. Sie schreibt gedankentief und sprachlich innovativ; gleichwohl ist der Text geschmeidig zu lesen, er bereitet Vergnügen, und in Erstaunen versetzt er oft auch. Als Nachruf auf die Mutter ist er weniger „rough“ als klug, liebevoll und nicht ohne Witz [...].
Ralf Sziegoleit, Frankenpost
Man liest die Erinnerungen, die Trauer, Schmerz und Ambivalenz so ehrlich wie lapidar herausarbeiten, mit klopfendem Herzen.
Kirstin Breitenfellner, FALTER
Wie man schon an diesen Zeilen hört, ist Nora Gomringer in alter Frische aus der Trauer wieder aufgetaucht. Ihr buchlanger Essay über Trauer, Tod und komplizierte Familienkonstellationen besticht, wie man es von ihr kennt, durch Witz und sprachlichen Drive. [...] Dem sprunghaften Wesen der Erinnerung verleiht Gomringer dabei eine Form, die ihren eigenen Rhythmus besitzt. Auto-Essayistisch könnte man sie nennen.
Tobias Lehmkuhl, Deutschlandfunk "Büchermarkt"
[Nora Gomringer] zur Prosa-Erzählerin, erzählt, ungeordnet und doch stringent, vom wilden Leben einer Frau, die lesend und schreibend und rauchend ihre Erfüllung fand, die an ihre Tochter Bücher austeilte wie Schmerztabletten, die die Kunst liebte und die Sprachen und jeden verrückten Gedanken [...].
Alexander Solloch, NDR Kultur
[...] wie Nora Gomringer schreibt, wie sie die Erinnerungsinseln zusammenbringt, spezielle Erlebnisse schillernd schildert, mit Gruselmomenten arbeitet, mit Wiederholungen, dabei manches wieder infrage stellt, das ist schrecklich unterhaltsam. Zumindest wenn man selber Tochter einer Mutter ist oder Mutter einer Tochter, wenigstens selber Meerschweinchen hatte, nein recht eigentlich ist dieses Buch so genau, so ungewöhnlich geschrieben, dass es einfach wegen seiner Sprache überzeugt. Man muss sich nicht identifizieren, man wird verführt.
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
Nora Gomringer ist ein wunderschönes Buch über das Erinnern gelungen. In der Form des Erzählens reflektiert sie dessen überfallartige wie besinnliche Elemente, wirft assoziative Schlaglichter, die sich zu
Geschichten verbinden und Analogien aufscheinen lassen. Daneben stehen Kontemplationen und analytische Selbstbeobachtungen, die das eigene Geworden-Sein, das Älterwerden ergründen. Präzise und rhythmisch ist die Sprache, über die die Lyrikerin verfügt, ein Hochgenuss.
Mirko Drewes, neues deutschland
Dieses Leben, auch im Spannungsgefüge des eigenen Erfolges, hat Gomringer diesmal nicht zu Lyrik verdichtet. Sie hat ein prosaisches Buch geschrieben, ein Denkbuch, manchmal in Längsschnitten durch die Zeit, manchmal in Assoziationsketten.
Herbert Heinzelmann, Nürnberger Zeitung/ Nürnberger Nachrichten
Wo bei dieser Powerfrau und Multimediaschaffenden der Hund begraben liegt - respektive das Meerschwein -, kann man in ihrem köstlichen, bittersüßen, wortwitzigen, tief berührenden Buch suchen und vielleicht herausfinden.
Oliver Schulz, Nordwest-Zeitung
Mit ganz viel Witz geschrieben. Und Erfahrungsfülle und Lebensbejahung.
Anne-Dore Krohn, radio3