Autoreninterview Julius Fischer 

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Julius Fischer veröffentlichte zuletzt den Kurzgeschichtenband »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« (kein historischer Roman im Übrigen) bei Voland & Quist. Um ihn euch ein wenig vorzustellen, baten wir Julius zum Autoreninterview. Die Fragen stellte Constantin Mauf.

Julius Fischer - Foto Oz Ordu

 

Mit welchem deiner Namensvettern würdest du am liebsten verwechselt werden: dem Bergbaukundler, dem Geistlichen oder einem der beiden SPÖ-Politiker?

Mit dem Geistlichen.

Das Kabarett gilt ja eher als angestaubtes Genre. Fühlst du dich mit dem label »Kabarettist«, das dir Wikipedia aufprägt, wohl?

Das mit der Etikettierung von Kunst zur besseren Einordnung halte ich prinzipiell für schwierig. Auch bei Wikipedia. Eigentlich lese ich Texte vor, manchmal satirisch, manchmal politisch, manchmal subjetiv-emotional. Insofern könnte man sagen, ein Teil meines »Oevres« sei kabarettistisch. Aber festlegen würde ich mich da nicht.

Du bist ja vielbeschäftigt: Mitglied von drei Lesebühnen, Moderator einer solchen, Hälfte je einer Band und eines Slam-Poetry-Duos. Wann hast du die Zeit, neue Texte zu schreiben?

Nie. Und im Zug. Oder wenn die Nachbarn gerade mal 15 Minuten Technopause machen.

Du hast Geschichte und Germanistik studiert, eher eine klassische Lehrer-Konstellation. Wie bist du zur Slam-Poetry gekommen?

Durch eine Geiselnahme. Mit anschließendem Stockholm-Syndrom.

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?

Ausschlafen, Frühstücken, Schreiben, Ausstellung, Schreiben, Fußballspielen, Kino, Wein. Schaffe ich aber nur selten so. Meistens fällt alles vor dem Wein weg.

Dein Wort zum Sonntag?

Ich kenne keine Sonntage. Deswegen ist mein Wort zum Sonntag wie mein Wort zu jedem anderen Datum: Aufstehen. Was machen. Nicht vergessen, warum.

Zynismus oder Ironie?

Ironie. Für Bitterkeit bin ich noch nicht alt genug.

 

(Foto: Oz Ordu)

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