»So viel kann ich sagen, / Es wird kein Spaß.«, heißt es in »August«. Eine glatte Lüge! Wer abgründige Sprachbilder und das subtile Spiel mit Reimen mag, wird an Chris Lauers ätzend schöner Poesie große Freude haben. Diese Gedichte kennen keinen allmächtigen Gott, keine glückliche Liebe und keine heilen Familien. Dafür kennen sie die Sehnsucht nach etwas, das größer ist als wir selbst, umso besser — genau wie die profanen Orte, an denen diese Sehnsucht zu Hause ist. Chris Lauer nimmt uns mit an Tankstellen und in Autobahnkapellen, auf Hollywoodschaukeln und in das Haus der Großeltern mit dem terminalen Rasseln der Heizungsrohre. Sie bekommt ein Lebensgefühl zu fassen, das wir alle kennen: irgendwo zwischen Abgebrühtheit, Melancholie und der Restwärme des Glaubens an das Gute.