Familienroman

Die Ereignisse von 1941 bis 1991 und darüber hinaus

Vier Generationen und eine Erzählerin, die sich den Tücken der Erinnerung stellt. Ivana Sajko erzählt vom Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg, von der Titozeit und vom Himmel über Zagreb, vom letzten Krieg in Europa und von Liebe und Tod. Ratlosigkeit und Hoffnung wechseln sich ab mit Idealismus und Enttäuschung, das Private kreuzt das Öffentliche, die Geschichte einer kleinen Familie die große Geschichte unseres Kontinents.

Auf fussnoten.eu hat Übersetzerin Alida Bremer Interessantes über ihre Arbeit und Hintergründe zum Roman versammelt.

»Familienroman« entstand mit Unterstützung durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union.



Diesen ›Familienroman‹ vergisst man nicht so schnell. Indem Ivana Sajko nichts behauptet und nichts romantisiert, weder die Familie noch den Partisanenkampf, zeigt sie, wie ein gelungenes Schreiben über Geschichte und Erinnerung aussehen kann.

Norma Schneider, neues deutschland

Ivana Sajko schrieb mit ›Familienroman‹ ein ganz besonderes Buch [...] Ich bin tief beeindruckt.

Gallus Frei, literaturblatt.ch

Wie mit Versatzstücken eines Traumes zeichnet die Erzählerin ihre Version der Geschichte nach. Sie erzählt und so handelt der Roman gleichsam davon, was es bedeutet, nicht über das zu sprechen, was einem widerfahren ist.

BÜCHERmagazin

Den ernüchternden Kontrast zwischen Idealismus und Enttäuschung, Hoffnung und Realität wird von Sajko immer wieder bestechend dargestellt und erzählerisch kunstvoll miteinander verwoben.

Wolfgang Huber, Austria Presse Agentur

... die Autorin [hat] absichtlich historische Dokumente, Kommentare, Erinnerungen und Sätze ausgewählt, die miteinander in Konflikt stehen. Diese reiht sie an emotionale Erzählungen und Szenen: Eine verbotene Liebe zwischen Partisanen. Szenen einer Ehe nach dem Krieg. Ein Mädchen, das glaubt fliegen zu können und Zagreb von Himmel aus zusieht.

Diana Köhler, Radio FM4

Ivana Sajkos ›Familienroman‹ ist ein wahnsinnig ausgereifter Text, wie man ihn nur selten zu lesen bekommt.

Fabian May, WDR5

... ein emotionales Buch, mit dem sie [Sajko] wohl tief verbunden ist. Der Titel ist nicht nur die Geschichte ihrer Herkunft, sondern spiegelt ebenfalls die Identität eines ganzen Landes wieder.

Annika Grützner, read ost

Es ist ein Roman und ein poetischer Abriss Jugoslawiens, wie ich ihn noch nie gelesen habe. Knapp, literarisch und sachlich zugleich. Mit Anmerkungen versehen, die Quellen aufzeigen oder Fakten zufüttern, einfühlsam übersetzt von einer alten Häsin des Metiers – Alida Bremer.

Anne Hahn, piqd

... ein wundersames Gemälde von traurig-melancholischer Schönheit.

Johannes Kaiser, Deutschlandfunk Kultur

Ivana Sajko testet hier einen zugleich träumerischen und schonungslosen Zugriff auf die Geschichte ...

Marie Schoeß, Bayern2 Diwan

In Sajkos Roman ist kein Wort Zufall. Es ist ein poetisches Buch, voller Anspielungen und Metaphern.

Doris Akrap, taz

[Sajko] erzählt die historischen Ereignisse entlang einer Familiengeschichte, was die dürren Daten mit menschlichen Empfindungen verknüpft. Auf diese Weise kommt uns die grausame jugoslawische Geschichte des vorigen Jahrhunderts sehr nahe.

Die Presse

Ivana Sajkos Familienroman [...] bricht mit den Konventionen des Genres, das dem Buch seinen Titel verleiht. Einen ausladenden Schmachtfetzen möchte uns die Autorin nicht anbieten. Stattdessen erschafft sie – in der Übersetzung von Alida Bremer – auf nur wenigen Seiten ein schimmerndes Generationenporträt, das von Rissen und Furchen durchzogen ist.

Tino Schlench, Literaturpalast

Der Verdienst dieses untypischen Familienromans besteht im multiperspektivischen Ansatz der Autorin. Wie in einem kubistischen Gemälde macht sie unterschiedliche Sichtweisen und Blickwinkel gleichzeitig sichtbar. Sajko macht deutlich, dass der Versuch, Geschichte als heroische Erzählung eines Staates oder einer Nation zu inszenieren, ins Leere geht. In Zeiten der nicht nur in Europa weit verbreiteten Rückbesinnung auf das Nationale tut es gut, daran erinnert zu werden.

Moses Fendel, WDR
Alida Bremer (Übersetzerin) Edo Popović

Edo Popović erzählt von jener Generation, »die im 20. Jahrhundert gesoffen hat und im 21. nüchtern geworden ist«. Der Zerfall ihres Landes hatte sie mit sich gerissen, ihre jugendlichen Illusionen sind dahin und nun ist es Zeit, das zu ändern, was sich noch ändern lässt. Da ist der ständig trinkende ehemalige Erfolgsautor Baba, seine Frau

  • Ausfahrt Zagreb-Süd
    ebook 8.99 EUR
    ePub
    Aus dem Kroatischen von Alida Bremer
    27. September 2006
  • Ausfahrt Zagreb-Süd
    Buch 17.90 EUR
    Roman
    Aus dem Kroatischen von Alida Bremer
    gebunden
    192 Seiten
    60 min Spielzeit
    27. September 2006
Alida Bremer (Übersetzerin) Ivana Sajko

Ivana Sajko führt uns in einen Krieg zwischen Küche und Schlafzimmer: Er, ein arbeitsloser Humanist, versucht die Welt zu verändern und einen Liebesroman zu schreiben. Sie, eine passable Schauspielerin, hat den sicheren Job im Theater gekündigt und kümmert sich um das gemeinsame Kind. Er ist berauscht, sie ist besorgt. Beide kreisen sie umeinander und dem

  • Liebesroman
    ebook 9.99 EUR
    ePub
    Aus dem Kroatischen von Alida Bremer
    11. Oktober 2017
    Ausgezeichnet mit dem Internationalen Literaturpreis 2018 des Hauses der Kulturen der Welt
  • Liebesroman
    Buch 18.00 EUR
    Roman
    Aus dem Kroatischen von Alida Bremer
    gebunden
    176 Seiten
    11. Oktober 2017
    Ausgezeichnet mit dem Internationalen Literaturpreis 2018 des Hauses der Kulturen der Welt
Olja Savičević

Pomela sucht Fink. Der ist Streetart-Künstler, war ihre große Liebe und hat als einzige Spur jene Briefe über den nächtlichen Gesang der Liebenden hinterlassen, die er unter seinen Nachbarn verteilte – angeblich geschrieben von Hunden, Dichtern, Gottheiten. Pomela startet also ihr Mazda-Cabrio und fährt los. Ihre Reise führt in die Vergangenheit, sie trifft auf vom

  • Sänger in der Nacht
    Buch 20.00 EUR
    Roman
    gebunden
    192 Seiten
    28. September 2018