Ein Brief sorgt für Aufruhr im Leben von Rina, ihrer Tante Valli und ihrer Großmutter Lydia: Von einem Tag auf den anderen verstummt die Großmutter. Rina beginnt, Fragen zu stellen – und bringt gegen alle Widerstände ein Gespräch zwischen den Generationen in Gang. Denn sie ahnt, dass sie von ihrer Familie nicht nur die eckige Figur und die Vorliebe für Vorabendserien geerbt hat, sondern auch ihre Ängste und Unsicherheiten.
Zwischen Novosibirsk der 1960er Jahre und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen.
»Gamischs Erzählkraft trifft wie ein Schlag: Figuren, die sich ins eigene Familiengedächtnis bohren und Antworten fordern.« — Ira Peter
»Alisha Gamisch schreibt mit beeindruckender Intensität gegen das Verdrängen und Verschweigen an.« — Alina Bronsky