Epilog im »Wanderhurenstreit«: Spende ans Kurt Tucholsky Literaturmuseum 

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Wie ihr wisst, hat uns das OLG Düsseldorf im August 2014 im Streit um Julius Fischers Buch »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« Recht gegeben und wir durften es weiter unter diesem Titel vertreiben (mehr Info zum Urteil hier). Um das Berufungsverfahren im Falle einer Niederlage zu finanzieren, hatten wir im Frühjahr letzten Jahres eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Da wir nun aber gewonnen haben, fallen für uns keine Anwalts- und Gerichtskosten an (die Kosten der ersten Abmahnung Droemer Knaurs vom Dezember 2013 in Höhe von etwa 1.800 Euro werden uns allerdings nicht erstattet).

Wir wollen im Folgenden zeigen, was wir eingenommen und was ausgegeben haben. Denn wir hatten ja zu Beginn unserer Crowdfunding-Aktion versprochen, die Differenz zu spenden.

Wie ihr in der Tabelle sehen könnt, blieben etwas mehr 12.000 Euro übrig. Wir haben die Summe auf 12.500 aufgerundet, und das werden wir dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg spenden. Die Übergabe findet offiziell am kommenden Freitag statt, natürlich mit einer Lesung von Julius Fischer.

Freitag, 13. Februar 2015, um 19:30 Uhr
Julius Fischer liest aus »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure«
im Kurt Tucholsky Literaturmuseum
 Schloss Rheinsberg
16831 Rheinsberg

 

Einnahmen
Dankeschöns 11.965,00 Euro
freie Spenden 2.704,00 Euro
Gesamteinnahmen (brutto)
14.669,00 Euro
abzgl. MwSt
1.075,22 Euro
Gesamteinnahmen (netto) 13.593,78 Euro
Ausgaben
Transaktionskosten startnext 292,38 Euro
Porto 352,45 Euro
Herstellung Unterstützerbeutel 485,70 Euro
Herstellung Unterstützerticket 30,00 Euro
Kosten Wanderung mit Julius Fischer 150,00 Euro
Kosten Essen mit dem Verlagsteam 150,00 Euro
Gesamtausgaben netto 1.460,53 Euro
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Differenz 12.133,25 Euro

 

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3 Pingbacks:

  1. […] Wie es dazu kam, lässt der Verlag in seinem abschließenden Beitrag im Verlagsblog noch einmal Revue passieren. […]

  2. […] Am Freitag waren wir mit Julius Fischer in Rheinsberg, um im Rahmen seiner Lesung einen Spendenscheck über 12.500 Euro an den Förderverein des Kurt Tucholsky Literaturmuseums zu übergeben (mehr zu den Hintergründen hier im Blog). […]

  3. […] Auch um die Kunstfreiheit ging es auch bei einer anderen Crowdfunding-Kamapagne, der Berufung im Wanderhurenstreit. Auch hier kam das Geld relativ schnell zusammen. Der Gericht entschied sich zuletzt auch für die Kunst und deren Freiheit. Da der Verlag Volant & Quist die Kosten für die Berufung dadurch nicht selbst tragen musste, wurde dieses Geld nach Abzug der Ausgaben für Crowdfunding-Gegenleistungen dann dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Rheinsberg gespendet. […]

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